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Barbecue auf Deck

Nach der Notfallübung am Sonntag (17.03.) hatte sich die Mannschaft eine Belohnung verdient. Und die war in unseren Augen absolut ausgefallen: Ein Barbecue auf Deck. In den letzten 6 Monaten war dies erst das zweite Mal, dass es aufgrund des sehr guten Wetters stattfinden konnte. Werkbänke wurden zu Esstischen umfunktioniert, ausgemusterte Fässer zu Grills. Die sonst im Fitnessraum aufgestellte Tischtennisplatte wurde zum zweiteiligen Buffet.

Erfinderisch sind sie auf See, das steht fest. Auch, was auf Grill und Buffet kam, konnte sich sehen lassen. Es gab Hähnchen, genauso wie Rindfleisch, gegrillten Bauch und wunderbar duftende Makrelen. Dazu wurden Folienkartoffeln gereicht, gegrillte Paprika und Gemüse. Und als derzeitigen Höhepunkt gab es zum Nachtisch Kuchen. Trockenen für die Mannschaft und “Käsekuchen” für die “Weißen”. Letzteren Begriff haben übrigens der Kapitän und der Chef Engineer geprägt. Man kann also durchaus von einer 2-Klassengesellschaft auf der Atlantic Sail sprechen. Am mit weißen Tischdecken gedeckten Tisch nahmen denn auch nur die höherrangigen Offiziere und der Kapitän sowie wir als Gäste Platz. Über den leeren, nicht gedeckten 2-ten Tisch ohne Stühle wunderten wir uns zunächst. Bis das erste Crewmitglied begann, Reis vom Buffet in eine große Schüssel zu füllen und diese auf dem leeren Tisch wieder auszuleeren. Darüber gab er diverse Fleischsorten sowie Würstchen und richtete sie auf dem Reis appetitlich an.

Als alle Crewmitglieder versammelt waren, begannen alle zusammen ihre Mahlzeit gemeinsam an diesem Tisch einzunehmen. Reis und Fleisch wurden mit den Händen gegessen, teils in die Sauce von Tomaten-/Gurkensalat getaucht und teils einfach trocken. Wir fanden das faszinierend und toll, hatte es doch etwas unheimlich Soziales an sich. Man merkte die gemeinsame Kultur und die dadurch entstandene Verbundenheit. Irgendwie war es schön mit anzusehen.

Heute Morgen (20.03.) hatten wir in Ergänzung dazu noch ein wirklich interessantes Gespräch mit dem Koch. Er ist das erste Mal als Koch auf dem Schiff unterwegs. Teils sei es schwierig, die unterschiedlichen Wünsche (und damit meinte er sowohl die des Kapitäns, des Chef Engineers und von Teilen der Passagiere) zu erfüllen, muss er doch mit den sich an Bord befindlichen Zutaten auskommen. So erzählte er uns, dass sie den Kuchen am Sonntag mit Hefe, anstatt mit nicht vorhandenem Backpulver gebacken haben. Das Ergebnis, eine Art Heferührkuchen, war entsprechend – ich fand den Kuchen nach mehreren Wochen Abstinenz dennoch köstlich. Der Koch erzählte uns, dass es schon Passagiere gab, die sich beim Kapitän beschwert haben, weil es weder Lachs noch Tenderloin Steaks zu essen gab. Wir können das wirklich nicht verstehen. Das Essen ist wirklich lecker und der Koch macht das Beste aus den ihm verfügbaren Mitteln.
Am Dienstag (18.03.) führte uns der Chief-Engineer durch den Bereich des Schiffes, in dem die ganze Hardware steht. Müßig zu erwähnen, dass heutzutage natürlich nichts mehr ohne Software geht. Und so ist der Kontrollraum fast ebenso groß, wie die von ihm überwachten Anlagen. Dazu gehört nicht nur der Motor, der zugegebenermaßen wirklich große Dimensionen aufweist.

Darüber hinaus gibt es riesige Generatoren, jede Menge große Sicherungsschränke, diverse Kühlaggregate, einen Abschnitt für die Abgase und deren Aufbereitung, die riesige Welle zur Schiffsschraube, etc.

Selbst die kleinsten Parameter können über ein Tablet im Kontrollraum zugangsgeschützt über den Login des Chef Engineer geändert werden. Er kann außerdem das Steuer von der Brücke übernehmen und die Brücke damit overrulen. Insgesamt haben wir nur geschätzte 20 Prozent von dem verstanden, was uns der Chief-Engineer an Technik erklärt hat, aber war wir verstanden haben, war sehr beeindruckend.

Ansonsten verläuft unsere Fahrt weiterhin ruhig und bei gutem Wetter. Die einzige Aufregung des gestrigen Tages verdanken wir Sylvia, die uns per Textnachricht darüber informierte, dass wir nun doch nicht Freitag, den 22.03. in Hamburg ankommen. Stattdessen laufen wir Freitag erst einmal in Antwerpen ein. Gut, dass uns darüber weder Seabridge, noch der Kapitän bisher offiziell informiert haben. Dann hoffen wir mal, dass als nächstes Ziel immer noch Hamburg auf dem Fahrplan steht und dass wir den Hafen vor dem 01.04. erreichen.

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