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Notfallübung bestanden

Heute (17.03.), eine weitere Stunde an Deutschland herangerückt, stand unsere erste Notfallübung auf dem Plan. Wir wussten bereits seit gestern davon, waren also vorbereitet und standen ab 13:00 Uhr geschniegelt und gestriegelt parat. Hatten wir uns doch zuvor auf der Brücke neben einem weiteren leckeren Kaffee mit einer zweiten Schwimmweste versorgt.

Die beiden Personen rechts im Hintergrund des obigen Bildes sind übrigens der Kapitän und der Chef-Engineer des Schiffes. Mit Ausnahme des Hafenaufenthalts in Baltimore haben wir den Kapitän weder auf der Brücke, noch in seiner Uniform gesehen. Das Schiff  steuern die drei philippinischen Offiziere. Der Kapitän wird lediglich in bestimmten Fällen auf die Brücke gerufen und ist dann meist in seinem Nike-Outfit.
Um 15:30 Uhr (2,5h später als erwartet) ging dann doch noch der Alarm los.
Wir fanden uns auf der Brücke ein und konnten die Kommandos zwischen Kapitän und Crew verfolgen. Anscheinend startet wirklich jemand eine kleine Rauchsalve auf einem der Decks und die Crew muss anschließend das Feuer suchen und löschen. Beim ersten Mal fand das Ergebnis allerdings noch keine Zustimmung. Die Crew ging nur mit einem Sicherheitshelm bewaffnet und ohne Feuerschutzanzug an den Brandherd heran. Der Chef-Engineer war damit gar nicht zufrieden, erwartete er doch eine volle Feuerwehrbekleidung samt Feuerwehrhelm, sowie Meldung von Temperatur und Druck in dem vom Feuer und Rauch betroffenen Bereich. Nur so kann auch die Sicherheit für die Crewmitglieder garantiert und eine Entscheidung darüber getroffen werden, ob jemand diesen Bereich betreten darf.
Als nächstes hieß es, sich am zuvor vom Kapitän benannten Sammelpunkt einzufinden. Hier nahm jeder seinen Platz hinter der auf dem Boden markierten Nummer ein und die Zählung begann. Zwei Besatzungsmitglieder fehlten, die kamen später nach. Danach wurde der Kran bedient, der das kleine Rettungsboot und die in Tonnen verpackten Schlauchboote auf das Meer hinunterlässt. Wir hatten den Eindruck, dass der Kran für die paar Meter Bewegung Stunden braucht und hoffen, dass das Schiff im Notfall nicht allzu schnell sinkt.
Nach dieser ersten Kranbedienung wiederholte der Chef-Engineer nochmals den Ablauf der notwendigen Hebel- und Schalterbetätigungen. Da diese – auch für meine Begriffe – nicht wirklich intuitiv war, nahm er sich einen roten Edding zur Hand und malte die Reihenfolge der Bedienung als Zahl neben den jeweiligen Hebel. Eine ganz einfache, aber gerade auch für den Notfall sehr hilfreiche Maßnahme, wie ich fand.
In dem ganzen Getümmel auf Deck sagte Thorsten dann auf einmal: “Schau mal – alle außer uns haben die Rettungswesten falsch herum an”. Wir sahen und das bei den anderen nochmals näher an und mussten erst einmal laut lachen. Nicht die Crew, sondern wir hatten die Westen falsch herum an. Ich hoffe, sie schwimmen auch kopfüber?

Ansonsten verlaufen die Tage hier recht gleichförmig und wir genießen das Zeithaben sehr. Wetter und See sind ruhig und das bleibt wohl auch bis zu unserer Ankunft in Hamburg so. Was will man mehr als solche Sonnenuntergänge auf einem wunderbar gleichförmig dahin “segelnden” Containerschiff?

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