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Food- und Transportlogistik

Gestern Abend (12.03., 17:30 Uhr) marschierten wir brav zu unserem ersten Dinner. Unser Speisessaal befindet sich nur circa 20 Meter von uns weg und ist über eine steile Treppe einen Stock tiefer erreichbar. Den Saal – ok, ich spreche hier von Kinderzimmergröße – haben wir vollständig für uns. Der dritte gedeckte Platz, an dem wir den großen Unbekannten vermuteten, war lediglich für unsere Platzauswahl vorgesehen (damit wir entweder gegenüber oder nebeneinander sitzen können).

Wir verfügen über einen Kühlschrank, der mit Getränken, Obst, Joghurt, Käse, Peanutbutter und Marmelade gefüllt ist (die letzteren beiden essen wir natürlich nicht). Wein und Bier gäbe es kostenfrei zu den Mahlzeiten, aber auch darauf verzichten wir. Das Dinner fing sehr gut an. Es gab grünen Salat mit Gurken, Tomaten, Fetakäse und schwarzen Oliven. Das Dressing aus Essig und Öl konnten wir selbst hinzufügen.

Und dann kam der absolute worst Case für unsere Diät: Eine super leckere Lasagne. In einer Größe, die wir selbst früher nicht gegessen hätten und einer Verbindung aus reichlich Kohlehydraten und Fett, das wir abends so gar nicht essen dürften. Aber so viel sei gesagt: Wir haben sie nicht zurückgehen lassen.

Allerdings haben wir mit dem Steward besprochen, dass wir in Zukunft bezogen auf die Foodlogistik doch einen Änderungswunsch haben: nur Salat und Gemüse sowie eine kleine Portion Fleisch und morgens lediglich Eier mit Speck sowie Paprika. Er hat das am heutigen Tag auch direkt umgesetzt und sowohl das Frühstück als auch das Mittagessen waren superlecker und passen genau in unseren Diätplan (zum Lunch gab es Salat sowie Gemüse mit Hähnchen).
Mittlerweile dürfen wir auch im Mannschaftssaal essen – natürlich im Offiziersteil. Wie das kam, wissen wir nicht. Offensichtlich sind wir aufgestiegen und so bleibt unser separater Speisesaal jetzt verlassen liegen.
Den Hafen von Baltimore verließen wir gestern gegen kurz nach 20 Uhr und fuhren über Nacht nach Portsmouth. Dabei hat es uns sehr überrascht, wie ruhig das Schiff im Wasser liegt und wie leise die Überfahrt von Statten geht. Nach einer kurzen Nacht auf einer brettharten Matratze sahen wir gegen kurz nach 7 Uhr einen wunderbaren Sonnenaufgang. Den erlebten wir bisher eher selten. Thorsten handelte zwar eine halbstündige Verschiebung der Essenszeiten auf 08:00, 12:00 Uhr 18:00 Uhr aus, aber frühes Aufstehen ist dennoch angesagt. Für mich schon einmal eine gute Eingewöhnung in das zukünftige Arbeitsleben.

Heute konnten wir die Transportlogistik im Hafen bewundern. Wahnsinn, wie schnell das Be- und Entladen mit Hilfe der großen Kräne geht.

Endlich konnten wir auch unser Schiff von außen in Augenschein nehmen. Allerdings ist es so groß, dass wir immer nur Teile sehen. In Bug und Heck finden jeweils geschätzt 800 Container Platz.

Der Mittelteil des Schiffes, in dem sich die Kabinen und wahrscheinlich die Cargoware befinden, ist an sich auch schon riesig. Die “lose” auf das Schiff verbrachten Waren umfassen Jachten, Helikopter, große Flugzeugteile, Autos, Wohnmobile, etc.

Heute lernten wir auch den Kapitän und den Chef-Engineer kennen, beides Bulgaren. Wir erfuhren, dass die gesamte Mannschaft nur 23 Personen umfasst (die meisten Asiaten) und das Schiff erst 3 Jahre jung ist. Der Kapitän lud uns auf die Brücke ein und in Zukunft dürfen wir bei ihm aus einer wunderbaren DeLonghi-Maschine Kaffee ziehen (nachdem es beim Frühstück lediglich löslichen Kaffee gibt). Auch die Aussicht auf der Brücke ist Wahnsinn. In den nächsten Tagen erhalten wir wohl noch eine Schiffs- und Maschinenraumführung (immerhin hat der Motor knapp 30.000 PS). Ich bin schon sehr gespannt.

One Comment

  1. Jürg

    Wow!

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