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Alligatoren in jeglicher Form

Uns fiel der Abschied von der Skyway Bridge schwer, zumal bei DEN Sonnenuntergängen und den nächtlichen Angelerfolgen in Form von Haien und Rochen.

Aber wie heißt es so schön “Wiedersehen macht Freude” und wer weiß, welche Pfade uns nochmals dorthin zurück bringen werden.
Unser nächster Stopp führte uns in das Big Cypress National Reserve und auf den Monument Lake Campground. Hier verbrachten wir unsere bisher heißeste Nacht (was die Temperaturen angeht). Bei um die 26 Grad im Bus und entsprechend hoher Luftfeuchtigkeit lässt es sich nicht ganz so gut schlafen, dafür sind der Sonnenschein und die Wärme tagsüber allerdings unschlagbar. So nahe an den Everglades ließen auch die Mosquitos nicht lange auf sich warten. Ich brauche selbst kein Mückenspray, habe ich doch Thorsten dabei, der in einer einzigen Nacht 30 Stiche davontrug. Wir haben zwar Fliegengitter vor den Fenstern, das nutzt aber nichts gegen die Mücken, die sich tagsüber schon geschickt im Bus verstecken und halten auch nicht die hier in Nordamerika so berühmten winzigen “Sandflies” ab. Diese so genannten “fliegenden Zähne” lassen einen das Abenteuer Everglades nur mit entsprechendem Spray bewaffnet genießen. Wir haben bisher ein chemisches ausprobiert und klebten den ganzen Tag mit einem eigentümlichen Geruch auf unserer Haut. Seitdem liegt es ungenutzt im Bus. Ein hiesiger Tippgeber nannte uns Kokosnussöl als mögliche Abwehrkraft, aber auch dies hält nur gefühlte 18 Minuten an. Danach nehmen die Bisse und der darauffolgende Juckreiz wieder ihren Lauf.
Wir buchten im Port of the Islands einen Bootsausflug in die Everglades. Wir fuhren durch die Kanäle, in denen wir Manatees (Seekühe) sahen und die so berühmten Blue Herons sowie Delphine, die in unseren Bootswellen ritten. Später fuhren wir in Richtung Golf von Mexiko und das Boot legte einen Zahn zu, was so richtig Spaß machte.

Wir legten an einsamen Stränden an, sammelten Muscheln (die wir mittlerweile aus Angst vor dem deutschen Zoll schon wieder entsorgt haben) und genossen den Bootsausflug in vollen Zügen.

Am Abend sahen wir uns noch 3 Eigentumswohnungen in Port of the Islands an und wurden von einem sehr netten älteren Immobilienmakler durch 3 verschiedenen Typen von Appartements geführt. Mit 2 oder 3 Schlafzimmern und jeweils 2 Bädern warteten die Wohnungen wirklich beeindruckend mit ihrer Lage mitten im Naturschutzgebiet auf. Ich verliebte mich sofort in eine mit freier Aussicht auf einen der vielen Kanäle, in dem unzählige Vögel in den Mangroven nisten und sich die Geräuschkulisse wie in einem riesigen Vogelreservoir anhörte. Richtig toll. Die Preise sind gar nicht einmal so hoch verglichen mit Deutschland. Inbegriffen sind natürlich ein Bootsanleger und eine unverbaubare Aussicht inmitten des Big Cypress National Preserve.
Vor unserer Bootsfahrt hielten wir zum Lunch in Joanie’s Blue Crab Café. Eigentlich nur um einen Kaffee zu trinken. Nach einem Blick auf die ausgefallene Speisekarte aßen wir dann aber doch zu Mittag: Eine wunderbare Krabbensuppe, gefolgt von einem Seafood Basket, der neben einem super leckeren Crabcake, noch Alligator-Sticks enthielt. Ich muss sagen, Alligator schmeckt richtig lecker, fast wie Hähnchen, nur viel zarter.
Am nächsten Tag machten wir uns auf die Big Cypress Loop Road, einem Abzweig vom Highway 41, um nach lebenden Alligatoren Ausschau zu halten. Man muss nicht lange warten, eher schon auspassen, dass man auf dieser Gravel Road nicht über einen fährt.

Die meisten liegen bewegungslos am Straßenrand und sonnen sich. Einen konnte ich dann aber doch in Aktion filmen:

Ich schätze, wir haben rund um den Highway 41 mehr Alligatoren gesehen, als auf Kodiak Grizzlybären. Der schiere Wahnsinn, was die Natur hier zu bieten hat.

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