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New kids on the blog

Die Freude war groß, als “die Zwerge” am 27.12. in der für internationale Ankünfte vorgesehenen Halle des McCarren Airport von Las Vegas auf Thorsten zugerannt kamen. Nachdem bereits zahlreiche Passagiere und die Crew des Condor-Flugs an ihm vorbei Richtung Ausgang marschiert waren, klopfte sein Herz für kurze Zeit etwas schneller. Aber endlich, und mit einer Begleitung durch das Flughafenpersonal kamen sie dann doch noch aus dem Zollbereich. Thorsten musste sich trotz begeisterter Umarmung seiner Kinder ausweisen (was wir richtig finden) und schon ging es Richtung Las Vegas Strip. Als Überraschung für die Kids hatte Thorsten eine Suite im Trump-Tower gebucht – mit bodentiefen Fenstern und glitzernder Aussicht auf die Phantasiewelten der umliegenden Hotels.
In der gegenüberliegenden Mall ging es noch zum Pizza- / Pastaessen, da die drei völlig ausgehungert waren.

Niemand hatte ihnen etwas davon gesagt, dass die Mahlzeiten auf dem Flug inklusive sind und sie waren nicht bereit, ihr Taschengeld für Essen auszugeben. Wir waren gar nicht auf die Idee gekommen, im Vorfeld mit ihnen darüber zu sprechen. Aber sie haben überlebt, das ist das wichtigste. Kurz nach sieben war der erste Abend denn auch früh und unter seeligem Schlaf der Drei zu Ende.

Die ersten zwei Tage verbrachten wir in Las Vegas, das selbst für Kinder einiges zu bieten hat. Neben dem Strip, der sowieso für Alt und Jung interessant ist, gibt es im New York / New York Casinohotel auch einer Achterbahn die für Bastian und Felix samt Papa eine weitere Attraktion bot. Linus nahm derweil mit mir und meinen Dollar vorlieb, die dafür genutzt wurden im Kinderkasino unter Anderem Motorrad zu fahren.

Auch das All American Frühstück mit Pancakes, Rührei, Speck, hash browns, Toast und Omelett fand Anklang, ebenso wie das M&M-Land und die zumindest für den 12-jährigen Bastian schon interessanten Marken- und Luxusläden im Caesars Palace.
Den Abschluss des Tages bildete ein Besuch im benachbarten Burger-Restaurant (nein, nicht McDonalds!) mit leckerer Zitronenlimonade inklusive Refill. Die Preise in Las Vegas bei fünf zu sättigenden Personen sind allerdings auch beachtlich: Die Bilanz eines einzigen Tages ergab 180 USD nur für Essen…
Wie gut, dass wir ab dem 29-ten ein zweites Wohnmobil gemietet haben, wo wir alle Möglichkeiten zum Kochen, Spielen und sonstiger Freizeitgestaltung haben. Wir sind jetzt also mit Gästezimmer unterwegs.

Nach einem Rieseneinkauf im Walmart, bei dem wir für 5 Tage Verpflegung und Getränke einkauften, ging es Richtung Death Valley. Unser Einkauf war wirklich phänomenal gut und so brachten die nächsten Tage gleichzeitig (und im Vergleich zu Las Vegas) günstige wie auch super leckere Gerichte, teils im Dutch Oven und teils auf dem Herd gekocht. Es gab Gulasch, Spaghetti Bolognese, selbstgemachte Burger, T-Bone Steaks und 2 Mal selbst kreiertes Chili.

Natürlich wurde auch an Süßem nicht gespart. Wobei wir feststellten, dass die Schneiders unter Süßigkeiten auch Chips verstehen und ich als Hesse das sehr wohl unterscheide. Geschmeckt hat jedenfalls alles und die Begeisterung der Drei über die 20 Meter langen Regale zur Chipsauswahl war groß.

Tagsüber besuchten wir das Death Valley und fuhren zunächst zu Dantes View, einem hoch gelegenen Aussichtspunkt, von dem aus wir einen wunderschönen Blick ins Tal genossen. Der Wind, der nachts bereits um unsere Wohnmobile gepfiffen hatte, war da oben allerdings ein Sturm und wir mussten uns ganz schön anstrengen, um auf den Beinen stehen zu bleiben.

Unten im Tal, im Badwater Basin, das weit unter dem Meeresspiegel liegt, war es wesentlich wärmer und milder und der Salzsee faszinierte uns alle. Auf dem Rückweg durchfuhren wir eine abenteuerliche Strecke gravel road, die die gemietete “weiße Ware” ganz schön zum Wackeln brachte.

Der Hunger war zu diesem Zeitpunkt allerdings auch schon wieder groß und wir machten uns auf in Richtung unseres Übernachtungsplatzes, einem stillgelegten ehemaligen Campingplatz. Jetzt verweist und nur noch erahnbar kamen wir auf wunderbar geraden Betonflächen nebeneinander zum Stehen. Das ganze Areal ist ein wunderbarer Kinderspielplatz mit vielem, was es zu entdecken gibt. Dazu gehört die von einigen Vorbewohnern angelegte “Kunst” genauso wie der zugeschüttete Pool, die Berge drumherum, der Outdoor-Toilettengang mit Schaufeln des Lochs und das Basteln von Rasseln aus herum liegendem Baumaterial. Abends haben wir Feuer gemacht und uns daran gewärmt, denn obwohl im Death Valley, wurde es nachts bitter kalt und ohne Standheizung ging gar nichts.
Die selbst gebastelten Rasseln wurden am abendlichen Feuer noch für eine Performance eingesetzt, die ihres Gleichen sucht.

Den Silvesterabend verbrachten wir weitestgehend zu dritt. Ausgerechnet der Jüngste (Linus) hielt mit uns noch bis 20 vor 12 durch, die beiden Anderen wurden schon lange vorher nicht mehr gesehen. Und so verging der Silvesterabend relativ unspektakulär und im Death Valley sogar ohne Feuerwerk.
Am nächsten Tag fuhren wir Richtung Tecopa, wo ich über IOverlander einen freien Platz nahe einer heißen Quelle gefunden hatte. Mitten in der wunderbaren Landschaft zwischen Death Valley und Mojave Wüste liegt ein kleiner, rechteckiger Pool von etwa 2*3 Metern, der über ein kleines Rohr mit warmem Wasser versorgt wird. Dieser war für die nächsten 2 Tage exklusiv durch uns belegt und zahlreiche weitere Besucher mussten unverrichteter Dinge wieder ihren Rückweg antreten.

Der Besuch einer Geisterstadt in der Mojave Wüste endete am nächsten Tag vor einem “Road closed” Schild. Dennoch fanden wir einen wunderbaren Platz an einer stillgelegten Straße, wo wir die beiden Fahrzeuge hintereinander parkten und direkt zum T-Bone Steak Grillen übergingen.

Zuvor musste Linus allerdings noch von Stacheln der umliegenden Kakteen befreit werden, die während des Outdoor-Toilettengangs ihren Weg durch die Hose in sein Bein gefunden hatten.

Seit gestern (04.01.) sind wir wieder in Las Vegas und haben auf dem KOA in Sams Town eingecheckt. Etwas eingequetscht zwischen den anderen Riesenmobilen und -bussen stehen wir jetzt mit unseren 2 kleinen nebeneinander auf einem ursprünglich nur für einen vorgesehenen Platz. Wir kochten gestern Abend ein zweites Chili, das wieder super lecker war und heute (05.01.) sind die 4 mal allein in Las Vegas unterwegs. Geplant ist ein weiterer Besuch im Kinder-Spielkasino, sowie ein Versuch, sehr teure Schuhe aus einem dafür vorgesehenen Automat zu angeln. Das Geschäft, in dem dieser Automat steht, ist das teuerste Schuh- und Kleidungsgeschäft, das ich bisher gesehen habe. Marken wie Supreme, bei der ein (aus meiner Sicht unauffälliger) Pullover 720 USD kostet und Schuhe, die so teuer sind, dass man das Sicherheitsbändchen nach dem Kauf und beim Tragen als Markenzeichen dran lässt, geben Anlass zur Begeisterung bei Bastian, dem Ältesten.
Ich bin schon gespannt auf die Berichte heute Abend, wenn wir uns zum Abschluss des gemeinsamen Urlaubs in der Pizzeria des ersten Abends wieder treffen. Morgen fliegen Bastian, Linus und Felix zurück nach Deutschland und wir begeben uns Montag nach Abgabe des Mietmobils auf unsere weitere Reise.

One Comment

  1. Cordula

    Eeeeendlich!
    Ihr habt uns ja ganz schön lange auf dem Trockenen liegen lassen. Was für ein toller Abenteuerurlaub für die drei, bzw vier Jungs. Den werden sie wohl nie vergessen.

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