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Unsere Kochwoche

Heute, am 14. Dezember 2018 sind wir nach nunmehr 10 Tagen noch immer in Borrego Springs. Wir haben uns irgendwie in das Örtchen verliebt, zumal es neben der Ruhe alles zu bieten hat, was das Herz begehrt. Unsere Kochwoche fing damit an, dass wir im Kühlregal einen Blick auf das wunderbare Biofleisch 2-er Spareribs mit insgesamt 2,5 Kilogramm warfen. Wir erinnerten uns an ein Rezept in einem unserer Dutch Oven Kochbücher und wir griffen sofort zu. Im Chrismas Circle, dem süßen, kleinen Marktplatz von Borrego Springs würzten wir die Spareribs mit Honig, Paprika, Pfeffer und Salz und schichteten das Fleisch abwechselnd mit Zwiebelringen in den mit Speck ausgelegten Dutch Oven. Das morgendliche Einkaufen und Zubereiten im Park stellte sich im Laufe der Woche als kleines Ritual heraus, das wir irgendwie nett finden und an dem wir richtig Spaß haben.

Sobald alles fertig ist, fahren wir zurück auf unseren Platz und sitzen meist noch ein wenig in der wunderbar warmen Sonne Kaliforniens.

Im Anschluss wird der Atago unten mit Kohlen gefüllt und der Dutch Oven daraufgestellt. Eine variable Anzahl Kohlen kommt anschließend auch auf den Deckel und dann heißt es meist warten.

Das bietet Zeit, um sich in der Gegend umzusehen und auch an den wunderbaren Kleinigkeiten gefallen zu finden, wenn sie denn auch etwas stachelig sind.

Wenn die Garzeit ihr Ende erreicht hat, lugen wir meist ganz gespannt unter den kurz angehobenen Deckel. Ein super leckerer Geruch steigt uns in die Nase und wir schauen auf Gerichte, die appetitanregender nicht sein können. Der Speiseplan unserer Kochwoche sah so aus:

  • Unglaublich zarte, vom Knochen fallende Spareribs in Barbecue-/Rotweinsauce
  • 3 saftige Quarkstollen mit Cranberries
  • Hausmacher Linseneintopf mit Rindfleisch und Würstchen
  • Eine deftig belegte Pizza, bei dem wir den Deckel des Dutch Oven für die Pizza verwandten und den Topf obenauf umgekehrt stellten (viel einfacher vom Handling)
  • Und heute Luciagebäck, das traditionell am 13.12. in Schweden gebacken wird und einen unglaublich fluffigen Hefeteig ergibt

Jetzt haben wir noch 2 Beinscheiben in der Kühlbox, die morgen ihren Weg in den Dutch Oven finden werden. Auch das klingt laut Rezept schon wieder richtig lecker und wird mit Rotwein und Tomatenmark sowie Möhren und Paprika eine wunderbar sämige Sauce ergeben. In mehreren Tagen gibt es dann noch Sauerbraten. Dafür haben wir heute einen Sud aus Rotwein, Apfelessig, Suppengrün, Wacholderbeeren, Lorbeerblättern und Nelken angesetzt, in dem wir 2 kg Beef Pot Roast versenkt haben. Der hängt jetzt heute Abend in der Kühltasche an unserem Außenspiegel, da in der Kühlbox aufgrund obiger Reste kein Platz mehr ist.

Ach, was war unsere Kochwoche so lecker!

Da mutet es nur ganz wenig aufregend an, dass wir unsere Reisepläne einmal wieder über den Haufen werfen mussten. Wir hatten Seabridge, mit denen wir unser Auto verschifft haben, nach einem Rückverschiffungstermin im März von Los Angeles aus angefragt. Der Plan war Anfang Januar bis März auf der Baja California zu verbringen, um dann von LA aus nach Deutschland zurück zu verschiffen. Da haben wir die Rechnung aber ohne den Wirt gemacht. Seabridge informierte uns, dass sie LA kurzfristig aus dem Programm genommen haben, nachdem einer ihrer Kunden mehrere Wochen brauchte, um sein Fahrzeug von dort nach Deutschland verschifft zu bekommen. Die Erwartungshaltung der dortigen Zollbehörde ist wohl, dass für das Auto vor Einreise in die USA eine temporäre Einfuhrgenehmigung hätte erteilt werden müssen. Diese liegt uns nicht vor, die Zeit ist zu knapp und das Risiko zu hoch, diese während unseres Mexikoaufenthalts noch zu erlangen.
Jetzt heißte es, bis März noch an die Ostküste der USA zu fahren (Rückverschiffung ab Brunswick), wo die Zollbehörde wohl andere Vorschriften zu haben scheint oder die neuesten oder auch alten Bestimmungen nicht kennt.
Für uns ein wenig Reise-/Fahrstress auf dem letzten Teil unserer Reise und wieder ein Land weniger, das wir bereisen. Aber zumindest die Florida Keys können wir dann im Winter noch genießen.

3 Comments

  1. Heike Löwer

    Also,
    irgendwie hatte ich mir das mit der Panamericana-Weltreise immer nur als Abwesenheit aller bürokratisch-menschlichen Pobleme , als einzige große, wundervolle – und in deinen Fotos so Wunder-voll visualisierte Naturreise mit maximalem Entspannungspotenzial vorgestellt.
    Stattdessen schleichen sich Gedanken wie “Bürotätigkeiten unter erschwerten Bedingungen”, “Ausloten maximaler Belastbarkeit”, ” Rekrutierung aller denkbaren Kreativitätsoptionen”, “Think-Tank-Entwicklungspotenziale” 🤔🤗
    Wie stark du bist, Schwesterlein 😍👍💪✌️👏👊🌅☀️😎

  2. Jürg Vögeli

    Hoi zämä (nicht ganz Standarddeutsch…), ich glaube, es wäre bald Zeit, den Titel eures Blogs abzuändern in “Kulinarische Weltreise” statt Panamericana-Weltreise. Wir denken gerne an den feinen Lachs zurück! Heute mussten wir zum ersten Mal Schnee schippen. Liebe Grüsse Jürg und Trix

  3. Ach. Kleine Planänderung? Von Los Angeles nach Brunswick zum neuen Verschiffungshafen (also Ostküste statt Westküste) sind es laut Google Maps nur schlappe 2.500Meilen oder 36 Stunden Fahrt.
    Aber mit Planänderungen kennt Ihr Euch ja mittlerweile gut aus. Weiterhin viel Spaß noch auf Eurer kulinarischen Entdeckungsreise durch die USA.

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