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Ein Tag für die Seele

Nach nunmehr 6 Tage allein auf Reisen fange ich an, es richtig wieder zu genießen. Und das liegt auch an Euren aufmunternden Kommentaren, die mich auf diversen Kanälen erreicht haben. Ich freue mich immer sehr darüber. Das Mut zusprechen, die lieben Wünsche und die Ablenkung haben mir in den ersten Tagen Halt gegeben.
Was da auch immer hilft, ist (zumindest bei Frauen) ein Friseurbesuch. Ich hatte schon auf der Herfahrt zu meinem Übernachtungsplatz ein Aveda-Werbeschild auf dem Highway gesehen. Da ich diese Produkte aus Deutschland kennen und lieben gelernt habe, hielt ich gestern noch kurz an um einen Termin zu vereinbaren.
Da wusste ich noch nicht, dass es sich um eine Schule handelt, in der angehende US-amerikanische Talente sich das erste Mal an echten Haaren ausprobieren. Dafür sind die Preise erheblich günstiger als anderswo und ich beschloss, mich auf dieses gewagte Experiment einzulassen. Allerdings hielt ich meinen Stand vorher fotografisch fest:

Da die Azubis etwas länger für die “Behandlung” benötigen, musste ich 2 verschiedene Termine (einen morgens um 09:00 Uhr für Strähnen und einen für 13:30 Uhr fürs Haareschneiden) vereinbaren. Aber ich habe ja Zeit.
Ich stellte mir meinen Wecker auf 07:30 Uhr (oh Gott, war das schlimm so früh) und kam dann doch noch aufgewacht und mit dem ersten Kaffee intus bei Aveda an. Mich empfing ein süßes, hübsches, äußerst junges Ding, welches erst im 4-ten Monat ihrer Lehre ist. Ob das nur für das Aveda-Institut galt oder insgesamt, wurde mir im Laufe des Gesprächs nicht ganz klar. Aber wie auch immer, wir verständigten uns etwas unbeholfen, da ich doch noch nicht aller englischen Vokabeln mächtig bin (Was z.B. heißt Scheitel?) und einigten uns auf Strähnen. Welcher Farbe wusste ich nicht so genau, sagte sie doch zu mir, sie zeige mir “den Outcome” nach Behandlungsende. Da ließ ich also nun das Prinzip Hoffnung walten und harrte der Dinge.
Beim Strähnen werden die einzelnen Haarpartien mit Farbe bepinselt und anschließend in Folie gepackt. Sie brauchte so lange, dass die Farbe der Strähnen unter den ersten Folien schon fertig war, als sie die letzte Folie gerade zugeklappt hatte. So war sie zumindest beschäftigt und ich auch. Nacheinander nahm sie sie ab und wusch mir die Haare, um nach Rücksprache mit einer Instruktorin die richtige Nachbehandlung aufzutragen. Die Instruktorinnen waren schon eher furchteinflößende Damen mittleren Alters. Sehr erfahren, nehme ich an. Die jungen Talente mussten vor Beginn und bei Erreichen von Zwischenschritten immer wieder Rapport erstatten und bekamen erst dann jeweils eine Unterschrift für den nächsten Schritt. War aber wahrscheinlich besser für mich. Lieber einmal mehr gefragt als zu wenig.

Zum Glück und weil meine Farbe so schnell einzog, waren wir früher mit den Strähnen fertig und ich fragte sie, ob sie nicht auch noch den Schnitt machen könne. Dann spare ich mir den 2-ten Termin. Auch hier nahm sie Rücksprache mit der Instruktorin, die sie zunächst einmal nach dem Plan fragte, mit dem sie denn die Haare zu schneiden gedenke. Der Kunde tritt hier vorrübergehend in den Hintergrund und auch hier verstand ich nicht alles, was im Friseurenglisch so gesagt wurde. Sie einigten sich jedenfalls auf etwas und ich war beruhigt.
Nach dem vermeintlichen Ende des Schnitts wurde die Instruktorin zur Abnahme konsultiert. Die war aber noch nicht zufrieden und es entspannte sich ein weiterer Diskurs. Es kam zur Nachbearbeitung und Wiedervorführung. Nachdem dann eine Seite längere Haare aufwies als die andere, blieb die Instruktorin gleich da und legte auch selbst noch mal Hand an.
Mit dem Ergebnis bin ich aber mehr als zufrieden:

Und für den Preis (65 USD für Schnitt und Strähnen) kam ich wirklich unschlagbar günstig weg und hatte noch ein bleibendes und schönes Erlebnis dabei. Ich erwähne jetzt bloß am Rande, dass ich natürlich noch Geld in Aveda-Produkte investierte. Aber das hätte ich auf der Schillerstraße in Frankfurt ebenfalls nur für den 3-fachen Preis machen können.
Der Tag war also wirklich schön – eben einer für die Seele.

One Comment

  1. Heike Löwer

    Schön siehst du aus, nach dem “Seele-Tag”; irgendwie verändert, kind of “all-American-girl-Style” 😅. Ich selbst hätte für mich sofort die Silber-Frisur mit den wunderbaren Plättchen-Stacheln ringsum ausgesucht; die finde ich super: so gegen den Strom gebürstet 🌪💫💥💪👈👏😎☕️🍧☀️😄 ! Gibt es vielleicht eine hoffnungsvolle Nachwuchskraft, die Interesse an europäischer Entwicklungshilfe auf diesem Gebiet hat? Stelle mich sofort als mutiges Frisur-Model zur Verfügung 😄!
    Weiter so, liebe Schwester💪✌️😍

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