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Überfluss und Minimalismus

Nationalparks hat Utah wirklich im Überfluss. Nach unserer Höllenfahrt im Canyonlands Nationalpark sahen wir uns noch Teil 3 des Parks (den Needles District) an und begaben uns wieder zu Fuß auf Wanderung. Auf einer Hochebene, mit einem wunderbar anzusehenden Überfluss an Gestein in allen Farben entdeckten wir gleichzeitig auch Minimalismus. In Pot Holes, die der Regen in dem teils erodierten Sandstein zurücklässt, ist nicht nur Wasser. Es findet sich auch ursprünglichstes Leben. Wir waren uns nicht ganz im Klaren, ob die in den Pfützen schwimmenden, mit winzigen Füßchen ausgestatteten Tierchen einmal zu etwas anderem werden oder ob sie in diesem Stadium ihr Leben fortführen. Aber egal wie kann man eigentlich gar nicht von Minimalismus sprechen. Klar, der Lebensraum ist sehr begrenzt und bei genug Sonnenschein schwindet er sogar zu noch geringerer Größe. Aber mit dem Wenigen auszukommen, ist ja wirklich fast schon wieder ein Wunderwerk der Natur.

Wir aßen unsere letzten Melonenreste und starteten eine nächste kleine Wanderung. Auch hier wieder Minimalismus in Reinform:

Thorsten mit seiner Höhenangst verzichtete daraufhin auf die restlichen Meter und ich begab mich nur kurz auf die weiteren Meter bis zur nächsten Leiter, die ich dann auch nicht mehr bestieg. Nach einer einsamen und sehr kalten Übernachtung im National Forest ging es zum Natural Bridges National Monument, in dem weitere viele rote und weiße Steine im Überfluss und 3 Steinbrücken unterschiedlichen Alters auf unsere zu Fuß Erkundungen warteten.
Die Weiterfahrt führte uns über den Moki Dugway, einen sehr steilen Serpentinenweg abwärts in das Valley of the Gods.

Nach einer Nacht in Mexican Hat folgten wir den Spuren der Navajo und den minimalistisch ausgestatteten Landstrichen, die zu ihren Reservaten gehören, ins Monument Valley.

Wir wollten ursprünglich auch den Antelope Canyon besichtigen und fuhren extra Richtung Page. Die Preise der Indianer für eine 1,5-stündige Wanderung dorthin hatten allerdings eher mit Überfluss als mit dem Gegenteil zu tun: 73 USD pro Person ohne Verpflegung und das Recht, einen eigenen Fotoapparat mitzunehmen. Wir erfuhren nie, was die dann von 3-ten angefertigten Bilder wohl kosten würden, denn wir verzichteten auf dieses Abenteuer.
All dieser Überfluss an Nationalparks, an wunderschöner Natur, an rotem und weißem Sandstein führte dann auch dazu, dass der Grand Canyon nur noch zum Abstecher wurde. Klar, die Aussichten sind grandios. Aber die in den vorhergehenden Parks waren das auch schon. Wir nutzen daher den Besuch auch, um am Campingplatz heiß zu duschen, Schuhe für Thorsten zu kaufen und insgesamt nur minimalistisch wenige Blicke in den Canyon zu werfen. Alles andere dort ist im Überfluss organisiert. Es fahren diverse Shuttlebusse in unterschiedliche Teile des Parks und Touristen gibt es auch zu dieser Jahreszeit noch im Überfluss.
Von daher genügt uns manches Mal der Ausblick auf das minimalistische Leben, das zu gleicher Zeit auch existiert:

Die letzten Abende verbrachten wir oft damit, uns über das Thema Minimalismus weiter zu informieren. Wir sahen Menschen, die es schaffen, mit nur 50 Sachen ihr Leben zu bestreiten (und dazu gehörten keine Möbel, lediglich eine Hängematte!). Und Menschen, die lediglich so viel arbeiten, wie sie zum Leben brauchen. Wie sagte einer von ihnen: “Wach ist man nicht. Wach wird man!” Wenn er aufwachte, kochte er sich erst einen Kaffee, ging dann noch mal 2 Stunden ins Bett und an 5 Tagen die Woche, an denen er nicht arbeitet, vom Bett aufs Sofa. Also irgendwie gefällt mir der Gedanke ja….

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