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Kutterstop im Bryce Canyon

Wir übernachteten kurz vor dem Bryce Canyon Nationalpark auf BLM-Land um am nächsten Morgen früh aufzubrechen. Das klappte erstaunlicherweise auch. Um 09:30 Uhr waren wir schon gesattelt und gespornt beim ersten Kaffee. Und dann kam ein T5 vorbei und hielt an. Ein junges französisches Pärchen stieg aus und kam zum Gesprächsaustausch auf uns zu. Wie immer ist es schön, die Geschichte der jeweils anderen zu erfahren, ihre Pläne, Erfahrungen und Herausforderungen. So vergingen 2 Kaffees miteinander und die Zeit verging wie im Flug. Die beiden hatten sogar die VCDS-Software dabei, mittels derer man unsere Autos vollständig auslesen kann. Heraus kam zwar nichts, was wir nicht schon wüssten (Fehlercode P0101), aber nett war es dennoch. Wir skypten dann mit Thorstens Kindern und schon waren 4 Stunden vergangen, seit wir das Auto gestartet und im Gespräch mit Sylvain und Marjorie wieder ausgemacht hatten. Das hätten wir lieber sein lassen. Denn auf dieser Höhe (2700 Meter) läuft der Kutter sowieso mehr schlecht als recht und er war morgens auch nicht besonders gut und nur mit reichlich Rauch angesprungen. Wir versuchten zu starten und es tat sich: Nichts, außer leiern. Wir beschlossen, den Tag abzuwarten, auf weitere Abkühlung in der Nacht zu hoffen und unsere Batterie für einen Start am nächsten Morgen zu schonen.
Für mich war das gar nicht schlecht, hatte ich doch fürs GTB noch jede Menge zu tun. Und so konnte ich ein paar Stunden ungestört arbeiten und das begonnene Review zu Ende führen. Wir kochten im Anschluss Spaghetti Bolognese und waren just fertig, als ein Wohnmobil um die Ecke kam. In diesem abgelegenen Teil des Staatsforsts war das durchaus unwahrscheinlich, insofern ergriff Thorsten direkt die Gelegenheit und bat die Besitzer anzuhalten. Er schilderte unser Problem und bat um Starthilfe, die wir mittels Zweitbatterie des anderen Fahrers auch prompt erhielten. Der Kutter startete mit diesem, gleich doppelten Power so gut wie schon lange nicht mehr und wir waren ganz begeistert. Da es schon Nachmittag war und wir den Kutter nicht direkt wieder ausmachen wollten, ging es auf einen 300 Kilometer Ausflug zum Batterieladen. Wir fuhren eine wunderschöne Strecke über Panguitch nach Parowan, nur um festzustellen, dass nur wenige Kilometer von unserem Übernachtungsplatz entfernt, bereits Winter vorherrscht. Wir sahen auf 3000 Meter Höhe bereits weite Schneefelder und die Temperaturen fielen bis auf 2 Grad ab. Die Nächte zuvor waren bereits kalt gewesen, aber das wollte doch jetzt wirklich keiner von uns sehen. Wir wurden allerdings mit einem wunderschönen Sonnenuntergang für die Mühen belohnt. In Parowan kauften wir noch ein und stockten unsere Lebensmittelvorräte auf. Man weiß ja nie.
Wieder auf unserem Übernachtungsplatz angekommen, fielen wir müde ins Bett. Und Gott sei Dank startete der Kutter am nächsten Morgen in Anbetracht der Höhe recht gut und wir konnten den Tag im wunderschönen Bryce Canyon verbringen. Hunderte rostrote Türmchen spitzen aus dem halbrunden Amphitheater am Sunset/Sunrise Point.

Schöne Aussichtspunkte reihen sich den 29 Kilometer langen Scenic Drive entlang und jeder Stopp lädt zu weiteren Fotos ein.

An einem dieser Aussichtpunkte trafen wir Uli, einen Deutschen der lange in Frankfurt gearbeitet hat und seit 4 Jahren in die USA ausgesiedelt ist.

Er führt in Flagstaff ein Harley-Davidson Verleihgeschäft und wir unterhielten uns angeregt mit ihm und seinem Besucher, der aus Aschaffenburg angereist war. Ein Wort gab das Andere und Thorsten fragte ihn, ob er nicht eine gute VW-Werkstatt kenne. Er antwortete sofort mit Ja und sagte, dass er Burkhart kenne, der früher eine VW- und Porscheautowerkstatt besessen hatte und jetzt auf reiner Freundschaftsbasis weitermache. Er versprach, ihn anzurufen und sich bei uns zu melden, was auch prompt geschah. Wir werden ihn daher in 1-2 Wochen, sobald wir unsere Nationalparkrunde beendet haben, aufsuchen, und mit ihm zu seinem Freund fahren. Vielleicht kann er am Kutter noch etwas ausrichten. Solange genießen wir die Fahrt und die Aufregung, die tollen Bilder und Eindrücke jeden Tages. Genauso wie das Leben im Kutter, das uns ausgesprochen und immer noch viel Spaß macht.

One Comment

  1. Jürg Vögeli

    Danke für die schönen Bilder und den interessanten Bericht. Am Bryce Canyon habe ich mir auch schon eine kalte Nase geholt, als es nachts im Zelt gegen 0°C ging… Bei uns sind nach Schneefällen bis auf 500 m die Berge auch schon weiss und die meisten Pässe geschlossen. Wir freuen uns auf den Winter, während ihr euch in Arizona wohl noch eine Weile am warmen Wetter erfreuen könnt (wenn ihr in tiefer gelegene Gebiete kommt)

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