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Ein einziger Circus

Oh, was sind wir Landeier aus dem Staunen nicht mehr herausgekommen, als wir Las Vegas erreichten. Die pulsierende Metropole an der Südspitze von Nevada ist ein einziger Zirkus. Lockt sie doch auf dem “Strip” mit protzigen Kasinotempeln, die Glücksspielhochburg und Hotel in einem sind.
Auf dem Hinweg nach Las Vegas gaben den Kutter bei Wolf Autorepair am ganz anderen Ende der Stadt ab, baten um einen Ölwechsel und berichteten von unseren Startschwierigkeiten mit Bitte um Analyse. Bereits einen Tag vorher hatten wir das Trump International Hotel gebucht, das drittgrößte Hochhaus mit wunderbarem Blick auf die Skyline am Strip. Taxis sind allerdings schwer zu bekommen (geschätzte Ankunftszeit in der Werkstatt über 1 Stunde später, Kosten 50 USD). Wolf tat uns einen Riesengefallen und rief jemanden an, der uns umsonst die Stadt brachte. Klasse.
In der Mall gegenüber aßen wir noch einen leckeren Burger, bevor wir todmüde unsere Körper in ein King Size Bett mit dicker Matratze steckten, umgeben von 47 qm2 Luxus und bodentiefen Fenstern mit neonglitzerndem Ausblick. Das Zimmer schien in Booking.com durchaus finanzierbar, allerdings hatten wir das Kleingedruckte nicht gelesen und die Ressortsteuer plus Tax pro Nacht nicht mit eingerechnet. Aber egal, so viel Platz in unserem zu Hause und vor allen Dingen im Bett sind wir schon lange nicht mehr gewohnt und es war eine willkommene, sehr angenehme Abwechslung.
Am nächsten Tag begaben wir uns per Pedes auf die Glitzermeile und entdeckten ein Themenhotel nach dem anderen. Während “Paris Las Vegas” mit einer Nachbildung des Eiffelturms und dem Arc de Triomphe aufwartet, zeigt das glamouröse “New York-New York” die Skyline der gleichnamigen Stadt.

Das Bellagio bezauberte uns mit den choreographierten “Fountain of Bellagio”, aus deren 1000 Springbrunnen bis zu 70 Meter hohe Fontänen schießen.

Im Kasinohotel “Caesars Palace” erlebt man das Spielerparadies von seiner allerfeinsten Seite. In den prachtvollen Forum Shops – einer mit Marmorbrunnen, Marmorsäulen und Marmorstatuen reich dekorierten Einkaufsstraße im Sinne des antiken Rom -beeindrucken elegante Boutiquen und Geschäfte. In den wenigsten davon könnten wir uns etwas leisten, aber schön anzusehen waren sie dennoch.

Wir staunten nicht schlecht, als wir das Geld der Spieler an den zahlreichen einarmigen Banditen und sonstigen Spielautomaten nur so (herunter)rasseln sahen. Unglaublich, wieviel Geld man in weniger als 5 Minuten verlieren kann. Dann gibt es noch die High Limit Bereiche, in denen fotografieren verboten ist und die Einsätze (wie natürlich auch die Gewinne) wesentlich höher sind. Wolf erzählte uns heute (26.10.), dass man gegen entsprechendes Handgeld an die Bediensteten auch diejenigen Automaten gezeigt bekommt, die bereits seit längerem keine Auszahlung mehr hatten. Diese seien für Gewinne viel wahrscheinlicher. Ob da etwas dran ist?

Jedenfalls liefen wir uns am Strip und in den vielen Geschäften der Hotels die Füße wund (oder lag es daran, dass ich erst das 2-te Mal in 7 Monaten wieder hohe Schuhe und ein Kleid getragen habe?). Ich erlitt eine große Blase am Fuß, aber wie sagt man: “Schönheit muss leiden”.
Nach 2 leckeren japanischen Ramen-Suppen begaben wir uns auf den Rückweg ins Hotel. Am Abend ließen wir uns mit dem Shuttlebus ins nahe gelegene “Wynn” fahren. Der dortige Empfang war blumig: Die halbe erste Etage ist mit Figuren und Kunst aus frischen Blumen dekoriert. Dazu gehörten ein riesiger Heißluftballon genauso wie ein Karussell aus feinsten Blüten im Mosaikstil. Und auch der restliche Strip hat uns bei Nacht nicht unbeeindruckt gelassen:

Den heutigen Morgen (26.10.) verbrachten wir am Pool (das erste Mal auf unserer Reise), bevor wir in Richtung Wolfs Autorepair aufbrachen. Nachdem Taxis schwierig zu bekommen sind, organisierten wir uns die Uber-App, nur um festzustellen, dass diese weder von meinem Handy noch von Thorstens aus richtig funktionierte. Erst der Mitbewerber “lyft” brachte uns für 18 USD in den 15 Kilometer entfernten North Pecos Drive. Neben dem Ölwechsel hat Wolf noch ein Leck in der Abgaszuleitung zum Turbolader abgedichtet. Damit soll zumindest der Rauch vorne abgestellt sein. Bezüglich der Startschwierigkeiten vermutet er, dass einer der beiden Turbolader temperaturabhängig hängt und dadurch zu viel Diesel in die Injektoren kommt, das anschließen über entsprechend damit verbundenen Rauch verbrannt wird. Er meint, dass die Injektoren alle OK sind. Wie weit die Expertenmeinung aus Anchorage und Las Vegas doch auseinandergeht?!
Er hat jedenfalls alle anderen Komponenten (Unterdruckschläuche, Kraftstofffilter, etc.) überprüft und rät uns weiterzufahren, bis wir (noch) größere Schwierigkeiten bekommen. In Mexiko scheinen sie unseren Motor zu kennen, da der Amarok wohl über denselben verfügt. Wir werden sehen.
Morgen früh werden wir nach dem Auschecken unser Glück beim Spielen versuchen. Vorausgesetzt, unser Kutter ist noch da. Denn als wir hier im Hotel vorfuhren, das immerhin mit “freiem Parken” wirbt, meinte einer der Valet-Parking Mitarbeiter, dass sie leider nur Autos bis 8,5 Fuß Höhe parken können. Er müsse uns an das (weit entfernte) Circus Circus Hotel verweisen. Eigentlich eine Frechheit. Wir parken jetzt in der gegenüberliegenden Shopping Mall, die den Parkplatz als für ihre Kunden reserviert ausweist. Schauen wir mal, ob der Kutter und sein Inhalt morgen früh noch da sind.

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