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Harter Granit, heißes Bad und das Tal des Todes

Nach Verlassen von San Francisco schlugen wir den Weg gen Osten über Berkeley und Stockton Richtung Yosemite National Park ein. Wir übernachteten am 20.10. an einem Aussichtspunkt kurz vor dem Park und hatten eine wunderbar stille Nacht. Yosemite präsentierte sich uns am nächsten Morgen in schönstem, hartem Granit. Vor uns ragten riesige Felsen auf, oft unbewachsen und glatt. Teilweise mit riesigen Granitkieselsteinen besetzt, die sich wie Perlen auf einer Fahrbahn aufreihen.

Wir fuhren durch den Park den Tioga Pass hoch, dem mit 3.300 Metern bisher höchsten Punkt unserer Reise. Entgegen aller Befürchtungen machte der Kutter dieses Mal problemlos mit, auch wenn die Drehzahl beim Start höher war als in tieferen Gefilden.
Mit dem Ende des Yosemite National Parks erreichten wir die Hochebene der Sierra Nevada. Wir fuhren gen Sonnenuntergang an diesem wunderschönen Hochgebirgszug entlang und wieder einmal brachte uns iOverlander an unseren Übernachtungsplatz. Dieses Mal sehr abgelegen und nur über schmale, einspurige Feldwege erreichbar, lohnte sich die ruckelige Fahrt, lockte doch am Ende ein heißes Bad. Entlang eines wunderbaren, kleinen Creeks, der mit 37 Grad durch die kühle Sierra Nevada fließt, sind kleine Pools angelegt. In einen solchen setzten wir uns nach Sonnenuntergang und fühlten uns wie in einem warmen Whirlpool.

Die folgende Nacht (21.10.) erinnerte daran, dass es in der Hochebene um diese Jahreszeit bereits empfindlich kalt wird. Ich hatte mich im Bus bereits auf wärmere Temperaturen eingerichtet und zu einer dünneren Bettdecke gegriffen. Das habe ich in dieser Nacht bitter bereut, in der es sicher nur zwischen 0 und 5 Grad warm war.

Weiter ging es am nächsten Tag Richtung Death Valley.

Am Eingang zum Tal des Todes begegneten uns Martin und Christa, die mit ihrem Mercedes LKW seit 2,5 Jahren unterwegs sind.

Die Beiden sind in Südamerika gestartet, bis Alaska hochgefahren und jetzt wieder auf dem Rückweg mindestens bis Mexiko. Gerade vor Kurzem haben sie sich entschlossen, ihr Haus in Namibia ein weiteres Jahr zu vermieten und ihre Reise noch 1 Jahr fortzusetzen. Mit den Beiden und ihren 2 Hunden verbrachten wir einen wunderbaren, netten und lustigen Abend am Emigrant Campground. Wir tranken Wein, aßen Käse, Cracker, ein wenig Fleisch und tauschten uns über Gott und die Welt aus. Am meisten natürlich über unsere Reisen und das jeweils Erlebte. Ich bin sicher, wir sehen uns spätestens in Las Vegas wieder, wo die Beiden auch ihren nächsten Stopp einlegen werden. Den nächsten Tag nutzten, wir um zu Dantes View zu fahren. Der Aussichtspunkt auf 1666 Meter hatte den Vorteil, dass es etwas weniger heiß war. Hier kochten wir dann auch mit einer wirklich spektakulären Aussicht auf das Tal.

Im Anschluss durchfuhren wir auf einer Offroad-Strecke die bizarren Felsformationen, die unsere Münder und Augen offenstehen ließen.

Die Nacht auf den 24.10. verbrachten wir weit unter dem Meeresspiegel nur unweit des Badland Basin, der großen Salzwüste im Death Valley. Interessanterweise gibt es aber selbst hier Wasser, was auf den ersten Blick wirklich unglaublich scheint.

Die Temperaturen im Tal sind auch zu dieser Jahreszeit noch mehr als ausreichend hoch (34 Grad unter Tage und nachts 26). Das spürte selbst der Kutter, der sonst früh am Morgen immer sehr gut anspringt. Aber nur nach kühlen Nächten, wenn er in den Kaltstartmodus schaltet. Das war im Death Valley leider nicht der Fall und wir hatten einen seit langem denkbar schlechten Start mit Rauch vorn und hinten.
Für Las Vegas haben wir uns daher vorgenommen, neben einem Ölwechsel nochmals eine Analyse durchführen zu lassen. Ich bin auf das Ergebnis bereits jetzt gespannt.

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