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Eine unbekannte Schönheit

Nach Verlassen der Filmfestspiele in Port Townsend begaben wir uns am Samstag, den 22.09. auf die Reise entlang des Highway 101. Dieser stellt gleichzeitig zu weiten Teilen einen Scenic Drive rund um den Olympic National Park dar – eine uns bis dahin völlig unbekannte Schönheit. Der erst Abstecher in den Park waren die Sol Duc Hot Springs. Ein paar Stunden lang das wunderbar warme Wasser genießen mit einer anschließenden heißen Dusche für 15 USD pro Person war toll.

Und auch wenn der Kutter nach 4-stündiger Abstellzeit vorn und hinten rauchte und die ersten Minuten unrund lief, war es uns das wert. Die Kutterlage ist soweit stabil. Morgens läuft er nach wie vor sehr gut an und wenn wir nur kurz (bis zu einer Stunde) abstellen auch. Alles andere möchte ich hier nicht weiter ausführen (vielleicht drehe ich das nächste Mal ein Video von der Startprozedur zur besseren Veranschaulichung).

Nach der heißen Quelle fuhren wir über Forks Richtung Hoh Rain Forest. Forks ist aus dem Kinofilm “Twilight” bekannt. Uns noch nicht, da wir ihn beide nicht kennen. Gestern konnten wir beim Kaffeekaufen in einem kleinen Supermarkt eine gebrauchte DVD davon erstehen. An einem der nächsten Abende werden wir diese Bildungslücke dann schließen.
Leider ist der Eingang zum Park entlang des Hoh River seit 05.09. für einen Monat gesperrt. Wir suchten uns daher einen Übernachtungsplatz direkt am Fluss, um am nächsten Morgen an anderer Stelle in den Park zu fahren. Wir folgten der 101 weiter nach Süden und besuchten die letzten “wilderness beaches” in Nordamerika. Die Strandabschnitte nördlich und südlich von Kalaloch sind Teil des Nationalparks und damit sich selbst und der Natur überlassen. Große, sehr große Baumstämme liegen übereinandergestapelt am Strand. Und schon allein das wäre sehenswert. Die Strände selbst, teils mit bewachsenen Felsen in der Nähe des Ufers, sind mit feinstem Sand und Kieselsteinen bedeckt und sind bis zu 100 Meter breit. Das Meeresrauschen untermalt das Schauspiel noch zusätzlich. Es sind jetzt mehr Touristen gleichzeitig mit uns unterwegs, als wir in den letzten Wochen gewohnt waren. Dennoch sind es nur überschaubar wenige und wir sind froh, nicht zur Sommerferienzeit hier gewesen zu sein. Das trifft auch für die Temperaturen zu. Mit 26 Grad Sonne ist es nicht allzu heiß und wir genießen daher die Strandspaziergänge sehr.

Am Lake Quinault bogen wir nochmals in den Nationalpark ab und bewunderten den temperierten Regenwald. Alle Bäume sind mit Moosen und Flechten bedeckt. Teilweise hängen diese zentimeterweit von den Ästen herunter. In Bodennähe wachsen Farne und alles ist grün. Dass der Regenbodenwald auch nass ist, konnte ich beim letzten Pippimachen erfahren: Nur ein Schritt in den Wald hinein und meine Gorotexschuhe waren quatschnaß und meine Hose vom Einsinken in den feuchten Waldboden ebenso. Wir erkundeten die Straße über den offiziellen, geteerten Rundweg hinaus bis zum Ende der Gravelroad. Hier fanden wir sogar grüne Männchen:

Und über den Humor der Amerikaner können wir auch immer wieder lachen:

Am Ende des Rundwegs, der uns über die Größe der hiesigen Regenwald-Zedern bereits staunen ließ, besichtigen wir noch den weltgrößten Sitka-Sprucetree: Ca. 18 Meter Umfang und rund 60 Meter Höhe. Wahnsinn!

2 Comments

  1. Jürg Vögeli

    Danke für eure Bilder und Texte, sie stellen einen Kontrast zu unserem Amerika-Programm dar. Heute haben wir die Brooklyn Bridge zu Fuss überquert und dann ganz Manhattan “erwandert”, so gegen 16 km, dann in die Höhe des Empire State Buildings, um das Monster New York von oben zu betrachten. Wir sind gespannt auf eure weiteren Berichte! (Auch von zu Hause aus)

  2. Heike Löwer

    Ihr Lieben,
    die Idee mit dem “Kutter-Video” sollte für uns “couch-potatoes at home” unbedingt realisiert werden, sonst denken wir angesichts eurer sensationellen Fotos und spannend-begeisterten Berichte noch, die Reise sei ein einziges großes Vergnügen 😉
    Dabei führt schon das bloße Verfolgen eurer Reiseroute per Blog zu ungeahnten Herausforderungen meinerseits: So habe ich doch – geographisch “bewandert” wie ich bin – tatsächlich zu meinem “Dierke” ( immerhin Ausgabe 2002!!!) gegriffen, um zu sehen, wo ihr euch gerade befindet 😄!
    Und was den Humor unserer lieben amerikanischen Freunde betrifft, so scheint er leider nicht bis in die politischen Ebenen durchgedrungen zu sein; schade eigentlich.
    Ihr beide jedenfalls findet offensichtlich immer wieder etwas Positives 👍👊👏
    Das freut mich ☀️🎃🍧☕️ !
    Gruß&Kuss ! Heike

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