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Der Denali

Der Denali Nationalpark gehört wohl Pflichtprogramm aller US-amerikanischen Alaskabesucher. Für sie ist dies einer dieser “once in a lifetime” Besuche, wozu auch unbedingt der Blick auf den Denali (bzw. Mount McKinley) gehört.
Nachdem wir am Abend vorher (28.08.) von den Park Rangern unsanft von unserem eigens entdeckten Nachtplatz vertrieben wurden (wild Campen im NP nicht erlaubt), begaben wir uns nach einer lauten Nacht am Parks Highway am nächsten Morgen auf Tour. Mit dem eigenen Fahrzeug ist eine Befahrung des Nationalparks unmöglich, außer man hat einen der wenigen, schon 1 Jahr im Voraus ausgebuchten Campingplatz-Plätzchen ergattert. Wir bestiegen daher einen der grünen Linienbusse, um 66 Meilen hinein in den Park und eine eigene Welt zu fahren.
Die Landschaft ist fantastisch schön und hat uns sehr an die auf dem kanadischen Dempster-Highway bereits bewunderte Tundra- und Berglandschaft erinnert. Das Farbenspiel im beginnenden Herbst mit dem sich langsam rot färbenden Fireweed am Straßenrand ist wunderschön.

Viele Flüsse durchziehen den Park, umgeben von großflächigen Kiesbetten, auf denen sich zur Morgen- und Abenddämmerung die Tiere tummeln.

Unterwegs konnten wir auch 7 der 350 im Park residierenden Grizzlybären bestaunen. Da die Flüsse, aus Gletscherwasser gespeist, praktisch fischlos sind, gehören die hiesigen Bären zu den Vegetariern. Kaum zu glauben, dass diese riesigen Tiere nur von Beeren und sonstiger pflanzlicher Nahrung leben können. Wir sahen auch mehrere Karibus, die sich für die Paarungszeit bereits mit riesigen Geweihen ausgestattet haben.

Die Straße in den Park überwindet viele Höhenmeter und an einigen Engstellen dieser Schotterstraße waren wir froh nicht im eigenen Bus zu sitzen. Sie hat uns teilweise sehr an die “Camino de la muerte” in Bolivien erinnert.

Es war ein merkwürdiges Gefühl, als richtiger Tourist unterwegs zu sein. Ich meine so richtig, mit anderen Touristen und so. Das sind wir beide nicht (mehr) gewohnt. Seit 4 Monaten machen wir immer unser eigenes Ding, können stehen bleiben wo wir wollen und brauchen nicht auf die Uhr zu sehen. Der Busfahrer-Ranger war, was die Pausen angeht, sehr streng. Einmal hätte ich vor lauter Fotografieren fast den Bus verpasst, wenn Thorsten mich nicht gerufen hätte. Andererseits ist das Konzept des Ausschließens privater Fahrzeuge aus dem Park sehr förderlich für die weitere Ungestörtheit der Natur und der Tiere dort. Und am Ziel unserer Tour angekommen, sahen wir ihn dann: Den Denali. Er ist nur bei einem von drei Besuchen des Nationalparks zu sehen da er die meiste Zeit in Wolken liegt. Aber wir sind ja Glückskinder und durften den mit 6190 Metern Höhe höchsten Berg Nordamerikas und damit einen der Seven Summits bei blauem Himmel bewundern. Ein tolles Erlebnis!

One Comment

  1. Joachim Bauer

    Hey Anke und Thorsten,
    trotz so manche Schwierigkeiten, die ihr bis jetzt schon bewältigt habe, ist es doch den Bildern und der Beschreibung nach eine überwältigende und bewegende (im wahrsten Sinne des WortesXD) Reise. Es macht Spaß, von Zeit zu Zeit eure Erlebnisse zu bestaunen. Ich verfolge weiter gespannt eure Erlebnisse;) Viel Spaß und Genuß weiterhin auf eurer abenteuerlichen Tour!

    Liebe Grüße
    Joachim

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