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Frischwasser und andere Wässer

Unsere Frischwasserversorgung gehört zu einer der regelmäßigen Tätigkeiten auf unserer Reise. Neben dem 13 Liter Tank, der die Spüle mit Wasser versorgt, führen wir einen 20 Liter Außenkanister und 2 weitere 12 Liter Kanister im Bus mit uns. Aus letzteren pumpen wir alle 2 Tage in den Spültank um. Länger reichen auch bei vielfältigster Wiederverwendung und knappster Menge an Spülwasser die 13 Liter nicht. Der Außenkanister dient lediglich zum Duschen und Haarewaschen. In ihn wandern auch alle nach dem Umpumpen übrigen Restwasserbestände. Wenn draußen die Sonne scheint, wird das Wasser im schwarzen Außentank anschließend auf eine duschakzeptable Temperatur erwärmt.
Nur: Woher bekommen wir eigentlich das Frischwasser? Am ehesten geeignet ist das Auftanken an Tankstellen. Hier findet sich meist ein freundlicher Tankwart, der uns Wasser zapft oder uns zapfen lässt. Nur auf Kodiak gab es bisher einen diesbezüglichen Totalausfall. Auch eine sehr gute Möglichkeit war der Waschsalon in Palmer. Hier konnte man für 25 Cent 5 Gallonen Wasser tanken. In Kanada gab es eine Supermarktkette, in der Kanister gegen wenige Dollar mit Frischwasser gefüllt werden konnten. Die bisher schlechteste Erfahrung haben wir in einem großen Supermarkt gemacht. Das dort aus der Metzgereiabteilung gratis entnommene Wasser war so braun, dass wir es einen Tag später direkt wieder ausgeleert haben.
An staatlichen Campingplätzen findet sich meist eine einfache Pumpe (s. Beitragsbild), aus der sich mit etwas Handarbeit Wasser zapfen lässt. Meist steht sicherheitshalber noch ein Schild davor, dass das Wasser nur nach Abkochen als Trinkwasser verwendet werden kann. Da wir aber daraus meist sowieso Kaffee kochen oder z.B. Reis, stellt auch dies für uns kein Problem dar. Nur die z.T. enthaltenen Rost- oder sonstigen groben Teilchen, die sich auf der Unterseite der Kanister zuweilen absetzen, schütten wir mit dem letzten Rest Wasser dann aus.
Über einen Abwassertank verfügen wir nicht. Der weitere Tank würde dringend benötigten Platz wegnehmen. Das wenige Wasser, das nicht über Kaffee getrunken wird, übersteigt geschätzte 0,5 Liter Spülwasser pro Tag plus Zahnputzwasser nicht. Und das muten wir der Umwelt hier in den USA gern zu.

Und die anderen Wässer (sprich körperlich produzierten Abwässer)? Neben den von uns nachts genutzten klinischen Urinflaschen nutzen wir Toiletten in Einkaufsmärkten sowie Toiletten auf staatlichen Campingplätzen bzw. deren “Day Use Areas”. Die hier zur Verfügung gestellten Häuschen sehen meist so oder ähnlich aus:

Interessant ist meist auch das Innenleben, das sehr einfach gestaltet ist.

Dabei handelt es sich zu 100% um Plumpsklos, die die Abwässer sammeln und organisch oder chemisch zersetzen. Der Geruch in den Häuschen reicht von angenehm bis äußerst delikat. Aber man gewöhnt sich daran. Und wenn, jetzt schimpfe ich mal über einige der männlichen Nutzer, die Toillettenbrille sauber und trocken ist, könnte man sogar von einem angenehmen Erlebnis sprechen. Ich bemühe mich auch stets, nicht zu genau hinzusehen, welches Getier meine Entwässerung so begleitet. Etwas Abhärtung tut hier Not und gehört sicher zu den auf der Reise erlernten Fähigkeiten.

2 Comments

  1. Jürg

    Tönt so ziemlich nach “back to basics”. Ich hatte zwecks Notfälle, die ich mir entlang des Cassiar und Alaska Highways vorstellen konnte, ein Dusch und WC Zelt bei Walmart gekauft, dazu Solarduschen, aber nie gebraucht… Wir sind auf dem Weg um den Lake Michigan und fahren dann zu den Niagara Falls. Heiss und feucht hier. Viel Vergnügen noch auf Kodiak! 😋 Jürg und Trix

  2. Olli u. Michi

    Immer wieder schön von euch zu lesen 🙂
    Bei diesem Beitrag, sind wir gedanklich sofort wieder im Yukon…auch wenn´s nur die Toilettenhäuschen sind 😉
    Liebe Grüße, Olli u. Michi

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