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Endlich!

Nachdem der Kutter heute, Montag 23.07., auf wundersame Weise wieder lief, hatten wir beide ein gutes Gefühl, dass auch das Angeln heute Erfolg haben könnte.
Thorsten zog seine in Cooper Landing erworbenen beinlangen Gummistiefel an, heftete diese an seinem Gürtel fest und schlug noch eine Leine um sich herum. Mit ihr werden gefangene Fische zwischen Kiemen und Maul befestigt, so im Wasser gehalten und es kann weiter geangelt werden.
Ein Angler hatte uns gestern den Tipp gegeben, dass unter der Eisenbahnbrücke ein guter Fischplatz sei. Das wissen natürlich auch viele andere. Man teilt sich also den vorhandenen Platz. Und der Platz ist sehr begrenzt oder sehr, sehr matschig. Wobei Matsch eigentlich nicht der richtige Ausdruck ist. Es handelt sich eher um nassen Lehm. Steht man mehr als eine Minute auf der gleichen Stelle, sinkt man knietief ein und ist anschließend wie einbetoniert. Es gab einige Angler, die ihre Gummistiefel separat von ihren Beinen aus dieser Masse ziehen mussten und durchgängig alle sahen aus als wären sie gerade einem Moor entsprungen.

Thorsten hatte Glück und konnte eine Metallleiter zum Ufer hinunterwaten und sich von dort aus etwas seitlich bewegen.
Einige Lachse bissen erfolgreich an, konnten sich aber wieder befreien. Und dann sahen wir plötzlich einen Fisch zu Thorstens Füßen oder besser: Hinter seinen Füßen in einer kleinen Kule schwimmen. Er war voller Schlamm und wir konnten zuerst nicht erkennen, ob es sich um einen noch lebenden Fisch handelt. Thorsten griff beherzt zu und focht dann einen minutenlangen Kampf mit dem Lachs aus, der sich aus Thorstens Händen so schnell wie möglich zu befreien gedachte. Aber den ersten Lachs in seinem Leben ließ Thorsten nicht mehr los. Und schaffte es auch, ihn an die mitgebrachte Leine zu legen. Der erste Silver Salmon wurde also mit der Hand gefangen. Wahnsinn.
Der zweite und dritte Lachs waren Pink Salmons. Ihnen wächst kurz vor dem Ableichen ein Buckel. Ein sicheres Zeichen dafür, dass der Fisch zu diesem Zeitpunkt nicht mehr schmeckt. Die beiden wurden daher vom Haken befreit und konnten weiter flussaufwärts ziehen.
Kurz danach ging der 2te Silberlachs ins Netz.


Die Lachse kämpfen ganz schön und die Angler arbeiten schwer, bis die Fische an Land sind. Danach heißt es, den sich windenden Fisch einhändig an der Leine festzumachen und dabei noch im Matsch und auf den Steinen weiter zu balancieren. Ganz schön harte Arbeit so ein Lachsangeln.

Auch ein dritter Fisch ging Thorsten an die Angel und leider, leider ist das Fanglimit auf 3 pro Tag beschränkt.
Mit stolzgeschwellter Brust erklomm Thorsten mit seiner Beute den Weg zum Ufer und wurde sogleich von Touristen fotografiert.

Wir machten uns auf zum Filetiertisch auf der etwas weiter entfernten Brücke. Diese ist immer voll von Touristen, die wie wir die Tage vorher, die Angler und die gefangenen Fische von der Brücke aus bestaunen. Auch hier war Thorsten heute der Held.

2 Fische nahm Thorsten nur aus, den dritten Fisch filetierte er für uns.
Wir fuhren bei Bruce Lee vorbei und übergaben ihm die beiden ganzen Lachse als Dank für die viele Unterstützung, die er uns hat zukommen lassen und seinen Ehrgeiz, dem Problem in einem für ihn unbekannten Auto auf den Grund zu gehen. Er freute sich sehr und wir machten uns auf zum Campingplatz am Eagle River.
Mit dem dort erworbenen Feuerholz grillten wir die fangfrischen Filets und genossen das frisch gegrillte rosa-orangene Fleisch in vollen Zügen.

Jetzt hat Thorsten natürlich Lunte gerochen. Morgen geht’s also wieder an den Ship Creek.

2 Comments

  1. Harald

    Tststs, da kauft man sich eine teure Angelausrüstung – und fängt das Tierchen dann mit der Hand :-). Na dann: Herzlichen Glückwunsch und guten Appetit.

  2. Cordula

    Hmmm, LECKER!!!! Hier ist gerade Mittagszeit und wie gerne würde ich mit euch vor diesem Grill sitzen und den leckeren Lachs verspeisen. Was für ein Happy End. Wobei, ein Ende scheint ja noch nicht in Sicht und das kann ich auch sehr gut nachempfinden.
    In diesem Sinne: Petri Heil!

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