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Der Kutter lebt

Tot gesagte leben länger, sagt man. In dunklen Momenten hatten wir unseren Kutter bereits auf dem Abschleppwagen Richtung Seattle und Rückverschiffung gewähnt! Und uns mit möglichen Alternativen beschäftigt:


Aber der Kutter lebt!
Und das dank Bruce Lee, dem wir im richtigen Moment vertrauten und der alles möglich machte, um ihn wieder zum Laufen zu bringen.
Zunächst konnten wir mit Hilfe des Elektrikers unsere OBD-Bus Firewall wieder ausschalten, sodass ein Auslesen von Daten möglich war. Und Bruce lud sich ein entsprechendes Diagnoseprogramm herunter, das gleich dem VW-eigenen Protokoll mit ihm zu sprechen geneigt war. Dadurch konnte er herausfinden, dass einer der 3 Sensoren, die für die Einspritzung verantwortlich sind, kein Signal von sich gab. Der Kurbelwellensensor war betroffen. Weder Bruce selbst noch unsere Terranger-Freunde zu Hause glaubten, dass dies wirklich der Fall sein könnte, denn der Keilriemen ist weit weg vom Sensor. Nach einem Telefonat mit Deutschland wollten wir Bruce denn auch schon davon abhalten, weiter nach einem Sensor-Problem zu suchen. Letzte Vermutung aus Deutschland war, dass aus irgendeinem Grund die VW-eigene Wegfahrsperre aktiviert ist. Daher müssten beide Batterien abgeklemmt, dann eine neue angeklemmt werden (um Defekte an unserer auszuschließen) und dann versucht werden, zu starten. Das Prozedere hatten wir bereits einmal durch, aber mit unseren eingebauten Batterien. Die Wegfahrsperre könnte auch aktiv werden, wenn die Schlüssel zum Starten des Motors nicht mehr erkannt werden. Das hätte gehiessen, unseren Kutter nochmals zu dem VW-Händler unseres Misstrauens schleppen und die Schlüssel neu programmieren zu lassen.
Wir waren uns nicht sicher, was richtig ist, beschlossen aber, Bruce weitermachen zu lassen. Und das hat sich als goldrichtig erwiesen.

Der Sensor war tatsächlich defekt und zusätzlich hatte sich ein winziges Stück Keilriemen unter ihm abgesetzt. Der Zahnriemen war 2 Zähne übergesprungen und die Sicherung der 2-ten Batterie zur Selbstüberbrückung war geschmolzen. Nur die eigentliche Ursache für den Riss des fast neuen Keilriemens haben wir nicht identifizieren können. Alle Aggregate die durch den Riemen angetrieben werden, sind leichtläufig und funktionieren. Bruce hat uns angeboten, in etwa 1000 Kilometern nochmals vorbeizuschauen, damit er sich von der weiteren Funktionsfähigkeit überzeugen kann.
Er und sein Werkstattteam waren sowieso die Besten: Zuletzt gab er uns noch eines seiner Autos auf dem Hof (einen Suburban), damit wir wieder etwas mobil sind. Ist das nicht super nett?
Auch unsere Terranger-Freunde riefen immer wieder an, um den neuesten Stand zu erfahren und neue Ursachenforschung zu betreiben. Auch der Elektriker, der uns die Alarmanlage, Wegfahrsperre und OBD-Firewall eingebaut hat, rief uns noch nachts an, wie wir alles zurücksetzen können.
Alle ersetzten Teile konnten auch hier beschafft werden (einige sind wohl baugleich zu Jettas und Golfs bestimmter Baujahre). Einzig der Ölfilter, den wir beim letzten Ölwechsel selbst stellen mussten, kann wohl weder in USA noch Kanada bezogen werden. Ein weiteres Problem, das wir noch lösen müssen.
Die letzte Woche war wirklich sehr nervenaufreibend. Wir haben sehr wenig geschlafen, da wir a) den Kopf nicht frei bekamen und b) die startenden Flugzeuge über unseren Köpfen das weitestgehend verhinderten. Dazu die täglich neue Hoffnung und abendliche Enttäuschung, wenn wir wieder nicht vorangekommen waren.
Als das Auto dann Freitag, den 20.07., um 17:30 Uhr wieder lief, waren wir beide wirklich am Ende.

Aber jetzt werden neben dem Kutter auch wir wieder auferstehen und zu neuen Ufern schreiten können.
Noch 2 Tage Erholung, dann geht es weiter.

6 Comments

  1. Ich bin so froh, dass alles wieder gut ist. Jetzt drücke ich Euch ganz feste die Daumen, dass alles gut bleibt und Ihr die Weiterfahrt genießen könnt. Also: Gute Fahrt und weiter viele schöne Erlebnisse.

  2. Ute Reichel

    Freue mich sehr für euch!!!
    Wir hoffen jetzt wieder auf wunderbare Bilder (sowohl Landschaften, Tiere und vor allen Dingen von euch mit glücklichen Gesichtern ).
    Ganz liebe Grüße vom Mainzer Familienclan

  3. Michael

    Super!!!!! Das sind doch mal gute Nachrichten. Alles Gute für die Weiterfahrt.

  4. Jörn

    Hallo zusammen,

    das klingt doch sehr positiv. Ich habe gleich mal einen Kaffee losgeschickt damit ihr den Augenblick geniessen könnt.
    Viel Erfolg und Spaß für die nächsten Schritte, es wird weiter gehen.
    Viele Grüße
    Jörn

  5. Cordula

    Juhu! Dann kann´s ja endlich weiter gehen. Ich freue mich zwar jetzt schon darauf euch wieder zu sehen, aber so früh dann doch nicht. Los geht´s……

  6. Harald

    Na, das hört sich doch um einiges positiver an, als zuletzt. Ich hoffe mal, das bleibt so.
    Wenn Ihr eh nach 1000 km wieder zu Bruce fahrt, dann lasst Euch doch einen Ölfilter (oder zwei) dort hinschicken. Ist jetzt zwar auch nicht das Gelbe vom Ei, aber besser als nix.
    Apropos gelb: Wenn ihr jetzt das kleine, gelbe Autochen von oben doch nicht braucht, dann bitte aufs Autodach packen und mir mitbringen :-)!!
    Weiterhin viel Glück

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