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Von Hope nach Cooper Landing

OK, die Lachse haben fürs Erste gewonnen. Zumindest an der Eklutna Tailrace in der Nähe von Palmer. Am Mittwoch, den 04.07. fuhren wir weiter Richtung Süden über Anchorage und den Turnagain Arm. Dieser bekam seinen Namen von Captain Cook, der die Nordwestpassage suchte und die Bucht Richtung Portage fand. Er musste herumdrehen und das nicht zum ersten Mal (“Turnagain”). Wunderschöne Gegend.

Uns gefällt Alaska einfach. Überall sind schneebedeckte Berge zu sehen und gleichzeitig sind entweder Seen, Flüsse oder das Meer in der Nähe. Einzig das Straßennetz ist sehr großmaschig, so dass wir weite Teile des 49-ten Bundesstaates gar nicht zu sehen bekommen. Aber was wir sehen, ist wirklich wunderbar.

Hope (ja, die Stadt heißt wirklich so!) stand gar nicht auf unserem Routenplan, als unsere Mindener Bekannten schrieben, dass sie dort auf uns warten. Die Stadt wurde im letzten Goldrush benannt. Percy Hope landete dort zufällig zu dem Zeitpunkt an, als die dortigen Goldsucher sich darauf einigten, die Stadt nach dem nächsten Ankömmling zu benennen. Ich schreibe hier zwar Stadt, aber eigentlich ist es nur eine winzige Ansammlung alter Cabins, so dass selbst “Dorf” bereits übertrieben wirkt. Aber Hope hat ein wunderschönes kleines Museum zu seiner Geschichte, welches fast mehr Cabins, Ställe und weitere Gebäude aufweist als der Rest des Ortes.

Und es gibt eine wunderbare Kneipe, in die wir abends auch einkehrten. Es gab Hefeweizen aus Limonadengläsern, eine kleine Parade anlässlich des 4. Juli (Unabhängigkeitstag) und gute Gespräche mit Monika und Klaus. Vielleicht war dies das letzte Treffen mit den Beiden, die jetzt weiter Richtung Yukon und British Columbia nach Vancouver aufbrechen. Wenn nichts Größeres dazwischenkommt, werden wir die beiden wohl nicht mehr einholen. Sehr schade.

Bereits jetzt freuen wir uns aber auf ein Treffen mit Jürg, den wir aus Halifax kennen, da er am selben Tag seinen VW-Bus aus dem Hafen holte. Der Abend mit ihm in unserem Appartement war wirklich nett. Er holt am 08.07. seine Frau in Vancouver ab und startet dann ich Richtung Norden. Irgendwo werden wir ihn treffen, das ist sicher.

Nach einer Nacht in Hope fuhren wir Richtung Seward weiter. Hier wollten wir eigentlich eine weitere Schiffsfahrt, diesmal in den Kenai National Park, unternehmen. Aber die Stadt hat uns gleich bei Ankunft eher abgeschreckt. Sehr touristisch, ein RV-Park nach dem Anderen, nur touristische Geschäfte und ebenso viele Touristen. Auch wenn wir 2 davon sind, gefiel uns die Atmosphäre nicht, so dass wir direkt weiterfuhren. Einen Prospekt zur Schiffsfahrt haben wir mitgenommen, dann können wir bis zur Rückfahrt aus Homer noch überlegen. 200 US Dollar pro Person für die Cruise sind halt nicht wenig und derzeit ist wegen der teuren Radlagerreparatur eher Sparen angesagt.

Weiter ging es nach Cooper Landing, einem Ort, der ausschließlich auf Fischen eingestellt ist und weitestgehend aus Angelbedarfsläden, Bootsvermietern und Raftinganbietern besteht. Der Grocery Store ist noch hervorzuheben. Der Besitzer backt täglich frische Cinamon-Rolls und Donuts, die wir heute Morgen (07.07.) natürlich probiert haben. Äußerst lecker.
Seit gestern versuchen wir hier am Zusammenfluss von Kenai und Russian River unser nächstes Glück was die Lachse angeht. Ein viel attraktiveres Plätzchen ist das hier. Der Kenai River hat eine wunderschöne graublaue Farbe und ist herrlich frisch. So frisch, dass ich nicht einmal 1 Minute lang meine Füße reinhalten kann. Aber das Wasser ist einfach zu schön um sich nicht ab und an kurze Zeit darin abzukühlen.

Für die Angler bedeutet das, dass alle – bis auf Thorsten – mit Wathosen im Wasser stehen. So können sie weiter im Fluss stehen und haben (wohl) bessere Chancen auf einen Fisch. Wir konnten jedenfalls an der gegenüberliegenden Seite schon einige Fangerfolge live sehen. Aber auch ohne Lachs ist es am Kenai River wunderschön: Täglich sehen wir 3-4 Weißkopfseeadler über unseren Köpfen schweben, jede Menge Enten, die auf Fische hoffen und (in direkter Nähe zu den Anglern am anderen Ufer) einen Bären. Nicht umsonst gehen hier einige Angler mit Gewehr auf Tour.

Die Natur um uns herum ist wirklich malerisch und Mensch und Tier teilen sich eben dieselben Ressourcen. Solange sich Mensch und Baer benehmen funktioniert das aber wunderbar.

2 Comments

  1. Uwe Blecher

    Hallo Frau Löwer, schön, dass Sie wieder unterwegs sind. Das Thema Zimtschnecke hat mich an eine Norwegenreise erinnert, dort durften wir nach einer Wanderung auch welche genießen, schmeckt auf jeden Fall super. Ich hoffe, Sie haben noch weitere kulinarische und andere Highlights auf Ihrer Reise, bis zum nächsten Mal.
    Uwe Blecher

  2. Karsten Schick

    Hallo Anke,

    nachdem ich es geschafft habe die letzten Wochen am Stück nachzuholen bin ich live dabei. 😉
    Eigentlich sind Blogs nicht mein Ding, aber das hier ist echt cool. Live dabei. Das ist schon faszinierend und ich freue mich, das mit dir /euch zu erleben. Ja auch die Sache mit dem Radlager! Sowas gehört halt dazu…
    Ich hoffe ihr habt noch viele schöne Erlebnisse und drück die Daumen für nen fetten Lachs.

    Gruß,
    Karsten Schick

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