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Boxenstopp

Nicht, dass ich mich auskennen würde, was die Formel1 angeht, aber ein Boxenstopp ist – soweit ich weiß – von sehr kurzer Dauer. Unserer könnte etwas länger dauern. Wir sind in Palmer, Alaska, gestrandet. Und das seit gestern (Montag, 18.06.). Die Geräusche am hinteren Rad der Fahrerseite, die wir seit dem Dempster Highway wahrnehmen, werden lauter und wir immer beunruhigter. Und obwohl wir das Rad ja selbst schon abmontiert und nichts haben feststellen können, entschlossen wir uns, der Sache nachgehen zu lassen.
Wir stoppten im ersten besten Autoreparaturservice mit Hebebühne. Die Mechaniker und der Service dort gaben ihr Bestes, um möglichst schnell eine Analyse abzugeben: Wahrscheinlich Radlager kaputt. Um das wirklich genau festzustellen, müsste das Rad aber demontiert und das Lager analysiert werden. Da unser Bus aber ein Volkswagen und nicht `mal in das Auftragserfassungssystem ging, telefonierte der Servicemann und reichte uns an “Edmonds” weiter. Diese seien auf europäische Wagen spezialisiert und ggf. sei es denen möglich, Teile (aus Anchorage oder wo auch immer) zu beschaffen. Ich fand es toll, dass die dortigen Servicekräfte a) uns so schnell eine erste Vermutung nahegelegt haben, b) so ehrlich waren und uns weiterreichten, da kein Know-How und Teile vorrätig sind und c) dafür kein Geld wollten. Sehr nett und serviceorientiert wie ich finde.

Wir fuhren im Schritttempo und mit angeschalteter Warnleuchte den Highway noch eine Meile bis zu besagter Werkstatt, die uns auch gleich in Empfang nahmen. Leider haben sie nicht direkt auf uns und unseren Auftrag gewartet. So wurden wir bis spätestens Mittwoch, 20.06. für eine Analyse vertröstet. Heute ist Dienstag, der 19.06., 15:50 Uhr und es gibt noch nichts Neues. Wir warten also weiter.
Um uns die Beine zu vertreten, brachen wir heute Vormittag zu Fuß in die Innenstadt von Palmer auf. Da dies hier normalerweise kein Mensch tut (zu Fuß?!), gibt es keinen Gehweg und nur den Standstreifen auf dem Highway um die Meile bis zur Stadt zurückzulegen. Daher also eine staubige und laute Angelegenheit. Palmer selbst ist aber irgendwie niedlich, ruhig, kleinstädtisch mit vielen Kaffees, Galerien und Kunsthandwerk. Sollten wir noch ein paar Tage hier bleiben müssen, könnte ich mich sogar mit einem Friseurtermin anfreunden (der letzte war Ende März, solange habe ich sonst noch nie gewartet).
Schauen wir `mal was die nächsten Tage bringen.

3 Comments

  1. Jürg

    Ich hoffe, die Sache mit dem Radlager lässt sich bald reparieren, Thorsten macht ja schon eine etwas gequält freundliche Miene. Ich drücke euch die Daumen!

  2. Heike Löwer

    Bitte unbedingt die Sitzstierbank zu mir schicken!!!! Darf auch länger dauern😀

  3. Heike Löwer

    Euer Blog ist nicht nur interessant, sondern auch “zum verlieben”:
    Habe dank des Fotos mit Thorsten auf der Bank “die Kuh Evi” kennengelernt!!!
    Sie bietet Platz “für Zwei” und ist in Lebensgröße und in gelb zu haben!!!!
    Nun muss ich nur noch 10 Jahre sparen, um sie zu mir holen zu können 😢😪😢

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