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Gold waschen in Dawson

Das konnten wir uns nicht nehmen lassen: Mit der Aussicht, unsere Reisekasse immens aufzubessern, fuhren wir Sonntag, den 10. Juni entlang des Bonanza Creek zum Goldwaschen. Zunächst übten wir unter der strengen Aufsicht einer alten Goldwäscherin in einem Lehrbecken samt “paydirt” mit Goldgarantie. Schwer genug, aus diesem fast reinen Sand kleinste Goldkörnchen herauszusieben.
Mitsamt der dort schon eingewaschenen Pfanne und einer Schaufel bewaffnet, ging es dann zum Claim #6, einer öffentlich zugänglichen Stelle an dem alle touristischen Goldsucher auf ihr Glück hoffen.
Dabei gibt es jedoch schon immense Unterschiede im Ausbildungs- und Ausrüstungsgrad zu verzeichnen. Während wir mit Wanderschuhen und nur einer einzigen Goldwaschpfanne Hand anlegten, saßen professionelle Goldwäscher mit Gummistiefeln und samt ihrer Campingstühle direkt im Fluss. Mit geschätzten 10 Sieben unterschiedlichen Siebgrades versehen, wurden große, von mittleren und kleinen Steinen feinsäuberlich getrennt bis im 10-ten Sieb nur noch der feine schwarze Sand zu verzeichnen war, der das Gold enthalten sollte. Wir dagegen kämpften in einer einzigen Pfanne mit Lehm, allen Steingrößen, Sand und (wahrscheinlich) Gold. Nur dass dieses am Ende einfach nicht in unserer Goldpan stecken bleiben wollte.
Wir frühstückten in Ruhe, genossen die Goldgräberatmosphäre und verließen Dawson in Richtung top of the world highway.
Leider, leider war der Nachmittag und die angehende “Nacht” so man denn hier oben davon sprechen kann, sehr regnerisch. Und so konnten wir die tolle Aussicht nur in Maßen und wolkenverhangen genießen. Das Gute war jedoch, dass die Schotterstraße diesmal nicht staubte, sondern nur Schlamm am Auto hängen blieb. Es ist also keine neue Innenraumreinigung in Aussicht.
Die Grenze nach Alaska passierten wir problemlos: Ein aus 2 kleinen Häusern bestehender Grenzübergang und 2 sehr nette Beamte, die uns nach Zitrusfrüchten, Waffen und Haustieren fragten, ermöglichen uns jetzt einen Aufenthalt von 6 Monaten in den USA.

Wir übernachteten kurz vor Chicken, kauften uns dort (für alle Fälle) eine eigene Goldwaschpfanne samt Anleitung und fuhren am nächsten Tag bis TOK wo wir für 18 US$ die Nacht auf einem Statecampground verbrachten.

Nach kurzem Whatsapp-Kontakt mit unseren Mindener Bekannten erfuhren wir, dass diese auf dem Dempster Highway einen platten Reifen wechseln mussten und nun in Dawson eine Woche auf das Ersatzrad warten. Wir hatten gehofft, sie nochmals in Alaska zu treffen bevor sie den Rückweg wieder Richtung Kanadas Ostküste antreten. Daher beschlossen wir ganz kurzfristig, nicht nach Fairbanks, sondern in Alaskas Süden, nach Valdez, aufzubrechen. Wenn die Beiden in einer Woche von Dawson Richtung Fairbanks aufbrechen, haben wir so die Chance uns nochmals zu sehen.
Das Wetter war superschön, wenn auch mit 13 Grad kalt. Die Fahrt auf dem “Tok cutoff” und anschließend auf dem “Richardson Highway” waren atemberaubend schön. So alpin hätten wir uns Alaska gar nicht vorgestellt. Super schön die Berge, schneebedeckt unter blauem Himmel.

Unser heutiger Stellplatz ist denn auch noch in der Bergregion 23 Meilen vor Valdez, wohin wir morgen (13. Juni) aufbrechen. Die Aussicht aus unserem Bus ist grandios und im Abendlicht erscheinen die schneebedeckten Gipfel noch viel schöner. Für Freitag, 15-ten Juni haben wir bereits eine Ausflugsfähre vorgebucht, um uns den Prince William Sound und die dazugehörigen Gletscher vom Wasser aus anzusehen. Wir sind gespannt.

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