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Staub waschen in Dawson

Dawson City am Yukon River, in der Nähe des Klondike. Bekannt aus den Goldgräberzeiten Ende des 19-ten Jahrhunderts. Heute ist Samstag, 9. Juni 2018 und wir waschen kein Gold, sondern Staub.
Der Dempster Highway hat seine Spuren hinterlassen und wir nutzen die Zeit auf dem Campingplatz um unseren Kutter zu waschen. Thorsten fährt 1 Meile östlich von Dawson zu einem RV-Waschplatz, der auch über einen Staubsauger verfügt. Ich wasche derweil die Auszugskisten samt Inhalt aus. Über Stunden.

Nach Thorstens Rückkehr und einem Kaffee geht es innen weiter. Auch über Stunden. Hat Staub das so an sich, auch in die letzten Ritzen zu kriechen? Anscheinend! Aber auch im Kutter muss Hausputz mal sein.
Wir entdecken weitere Löcher, die vor der nächsten Schotterstrecke, dem “top of the world highway” geschlossen werden müssen.
Eines befindet sich unterhalb der Gasflasche. Zwar ist die Abluft nach unten vom TÜV vorgeschrieben, führt aber zu einer unverschämten Staubverschmutzung in drei unteren Fächern, die á la Titanicschotte nicht ganz voneinander abgeschlossen zu sein scheinen. Und dann gibt es noch 2 Luftlöcher, die für die Abluft des Kühlschranks in einem der Unterschränke eingelassen sind. Wir haben statt Kühlschrank eine Kühlbox mit, so dass der Schrank ungenutzt (und auch nur schwer zu öffnen ist), die Löcher können also zugeklebt werden.
Danke nochmals an meine lieben Arbeitskollegen, die mir zum Abschied Panzerband geschenkt haben. Das wirkt Wunder. Unseren Mindener Mitstreitern auf dem Dempster konnten wir so auch schon mit Klebeband weiterhelfen. Ob das zu einer Abdichtung geführt hat, bleibt noch abzuwarten. Aber schlechter kann es nicht geworden sein.
Nach dem ganzen Entstauben, Waschen, Aus- und Einräumen hatten wir selbst auch eine Wäsche nötig. Dafür haben wir das Reserverad als Duschablage genutzt. Ging super.

Und danach gab es dann als erste Mahlzeit des Tages um 18:00 Uhr abends Spaghetti mit selbstgemachter Bolognesesauce. Super lecker und eine echte Belohnung für all die Arbeit.
Morgen geht es dann wirklich Gold waschen. Wenn da so viel herauskommt, wie heute beim Staub, dann hat es sich mit Arbeiten erledigt.

3 Comments

  1. Jürg

    Hi, Anke und Thorsten! Ich weiss nicht genau, wie ich eure drei letzten Bericht kommentieren soll. War es eher Vergnügen oder Strapaze? Ich werde mich jedenfalls hüten, solche Staubstrassen zu befahren! Ich bin froh, mit meinem VW gar nicht in Versuchung zu geraten… Und was mache ich? Ich sitze nachmittags bei schönem Wetter, aber kaltem Wind im Camper und versuche so, meinen Husten, den ich vor ca. einer Woche eingefangen habe, zu kurieren. Ich bin in den Black Hills, bei Sturgis, bis gestern war es jeden Tag über 35° heiss und der ständige Wechsel von Hitze und Air condition im Auto oder in Gebäuden hat zu Erkältung und Husten geführt. Ich habe eine Mammutfundstätte besichtigt, wo vor ca. 26’000 Jahren viele (um 60) Mammuts in einem Wasserloch ertrunken sein müssen, jedenfalls hat man bisher so viele Überreste gefunden. In den Black Hills gibt es noch vieles anzuschauen, Mt.Rushmore lasse ich aus, Crazy Horse Monument habe ich auch schon 2x gesehen, aber daneben gibt’s noch einiges aus der Goldgräberzeit. Die ist aber auch schon lange Vergangenheit, also versucht man mit Souvenirs Gold zu schürfen. In 10 Tagen möchte ich in der Nähe an ein Bluegrass Festival, dann mache ich mich auf, wahrscheinlich in den Yellowstone NP, bevor ich dann Richtung Vancouver fahre, um mit meiner Frau dann weiter zu fahren. Allein machts einfach nicht so recht Spass, geniesst also eure Zeit zu zweit allein in der Einsamkeit! Liebe Grüsse Jürg PS: Heute ist Montag, der 11. Juni, nicht etwa Sonntag…

  2. Nannette Biedermann

    Liebe Anke,

    habe mich gerade in Eurem Block “verloren”, Ist viel interessanter als meine Arbeit 🙂

    Der Block ist super geschrieben, packt mich und macht Lust darauf mehr zu erfahren. Mein Fernweh habt ihr jedenfalls geweckt.
    Werde in jedem Fall den Block weiter verfolgen!

    Ich wünsche Euch eine wunderschöne Zeit, viele spannende Momente und tolle Erlebnisse!

    Nannette

  3. Ach der Staub. Der wird Euch noch lange begleiten. Wenn Ihr nach Südamerika kommt, dann nimmt er aber eine schönere Farbe an – er wird dann richtig rot.
    Sicherlich ist es eine gute Idee, so viele Löcher wie möglich in der Karosserie schon vorher zu stopfen und so den Staub aus dem Kutter rauszuhalten. Aber ein bisschen ist das wie der Kampf gegen Windmühlen – man kann ihn nicht gewinnen.

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