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Pike satt

Dank der Unterlagen des Visitor Centers in Watson Lake verfügen wir über eine kilometergenaue textuelle Beschreibung des Robert Campbell Highway mit all seinen Highlights samt Serviceeinrichtungen, Campgrounds, etc. Und dank dieser Beschreibung hielten wir am Simpson Lake an, für den wie folgt geworben wird: “Excellent fishing for Arctic grayling, northern pike and lake trout.”
Bei 17 Grad, die sich in der Sonne wie angenehme 25 anfühlten, warf Thorsten seine beiden Angeln ins Wasser. Eine mit einem nach Fisch stinkenden Plastikwurm versehen (gab es in einer wiederverschließbaren Tüte im Canadian Tire zu kaufen) und eine mit einem Blinker, den ein Christbaum schmückt. Ich saß derweil in der Sonne und machte gemütlich ein wenig Wellness. Wir sonnten und entspannten uns in unseren mitgebrachten Campingstühlen. Es zog Wind auf und dunkle Regenwolken waren in der Ferne am Himmel zu sehen, als wir uns entschlossen, unsere Zelte abzubrechen und den nächsten Campingplatz aufzusuchen.
Kaum gesagt zog Thorsten seinen letzten Blinker durchs Wasser und schrie auf: “Ich brauch den Kescher.” Ich lief ans Auto und schon gab die Angel ihr Geheimnis am Ufer frei: Ein Riesenpike! Wahnsinn, der Hecht. Ein schöner, dicker, großer Fisch.

Wir ließen ihn ins Netz schwimmen und dann folgte der weniger schöne Teil, bei dem ich immer Augen und Ohren zumache.
Thorsten machte anschließend sein Meisterstück im Filetieren (übrigens das erste Mal in seinem Leben). Dazu hatten wir uns noch zu Hause in Deutschland viele Filetier-Videos auf Youtube angesehen. Aber mit dem Merken ist das ja so eine Sache. Also zuerst an den Kiemen ansetzen, dann den Rücken entlang einschneiden, den Schwanz ab und schön sanft am Rückgrad entlang das Filet heraussschneiden. Klappte hervorragend.

Nur dass wir anschließend 2 Riesenhälften Hecht in der Kühltruhe und abends auf dem Grill hatten. Nur eine Hälfte davon, geschätzte 2 kg Fisch haben wir geschafft. Was mit der anderen Hälfte passiert ist noch unklar (entweder gibt es ihn heute Abend oder er wird zum Köder für noch größere Raubfische. Ich weiß noch nicht so Recht, was mir lieber ist).

P.S.: Heute sind wir kurz nach dem Ort Faro (die erste größere Stadt nach 428 Kilometern) an den Fisheye Lake gefahren. Thorsten hatte nach 15 Minuten Angeln bereits 5 Regenbogenforellen am Haken. Drei davon schwimmen wieder (lebend) im See, zwei landen heute Abend auf dem Grill. Jeden Tag ´was Neues. So langsam könnten wir als Selbsternährer durchgehen, wenn wir nicht nach dem Fisch immer noch ein Würstchen ins Feuer halten würden, wegen des guten Geschmacks.

One Comment

  1. Joern

    Hallo Anke,
    das mit dem Fisch sieht lecker aus, ich hoffe, ihr habt ihn selbst verspeist.
    Hier ist inzwischen auch öfters 30 Grad und der Grill regelmäßig in Betrieb (leider ohne Fisch).
    Vielen Dank für eure Berichte und tollen Fotos, ich bin oft neidisch, aber wenn ich Rentner bin, mach das vielleicht auch 🙂
    (der Kaffee ist jetzt ganz weg von eurer Seite, daher keine Spenden mehr. Hoffentlich überlebt ihr)
    Viele Grüße
    Jörn

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