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Einsamkeit pur

Watson Lake steht in allererster Linie als Tor zum Yukon. Und es steht für den größten Schilderwald in Nordamerika: Angefangen hat alles noch beim Bau des Alaska Highway in 1942. Ein von Heimweh geplagter Soldat hängte ein Schild mit Richtung und Entfernung zu seiner Heimatstadt auf. Mittlerweile stehen im Signpost Forsest über 86.000 Schilder. Wir waren nicht vorbereitet, wussten uns aber zu helfen: Jetzt zieren einige unserer Panamericana-Visitenkarten den Schilderwald in der Hoffnung auf ein langes Leben im Yukon:

Noch in Watson Lake entschieden wir uns, nicht dem weiteren Verlauf des Alaska Highway Richtung Whitehorse zu folgen, sondern stattdessen den weit weniger bekannten Robert Campbell Highway zu fahren. Laut Prospekt erwarten uns hier eine größere Einsamkeit und ein höheres Aufkommen an Tieren als auf der “normalen Route”. Ersteres hat sich absolut bestätigt, Zweiteres in Form von Eichhörnchen, Stachelschweinen und – einem Northern Pike (siehe Folgebeitrag).
Wir fuhren den in weiten Teilen geschotterten Highway durch wunderschönes Bergpanorama.
Über weite Strecken kam uns kein Auto, kein LKW, kein Fahrrad und keine Mensch entgegen. Hinter uns meilenweit nichts außer Staub. Wir spaßten noch über den ganzen Wirbel, den wir hinterließen. Heute stellten wir fest, dass sich der Staub nicht nur hinter uns, sondern auch bis in die äußersten Ritzen unserer Heckauszüge samt Inhalt verteilt hat. Demnächst ist also wohl eine Innenreinigung fällig.
Für den Dempster Highway, den wir als nächste Schotterstraße mit über 800 Kilometern befahren wollen, müssen wir uns anders präparieren (grüne Folie hinten über die Auszüge?).

Die Einsamkeit und die damit einhergehende Stille sind überwältigend schön. Wir übernachteten am Fances Lake auf einem Yukon Government Campground für 12 CAD inklusive Feuerholz. Klar darf man dafür keine Duschen und Spültoiletten erwarten. Aber die Lage des Campingplatzes am See, die bereit gestellten Picknickbänke, Tische und Feuerstelle direkt am eigenen Platz sind mehr als genug Luxus für das wenige Geld. In anderen Provinzen haben wir schon über 30 CAD für dieselbe Ausstattung bezahlt.

Beim Grillen und anschließendem Lagerfeuer genossen wir einmal mehr den Sonnenuntergang in vollkommener Stille. Das einzig hörbare und in meinen Ohren sehr entspannende Geräusch war das Knistern des Feuers bis Mitternacht.

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