Skip to content

Die Mühen des Alaska-Highway

Ursprünglich unter dem Namen ALCAN (Alaska-Canadian)- Military Highway erbaut, schlängelt sich die Straße über 2230 Kilometer von Dawson Creek in British Columbia über den Yukon bis nach Fairbanks in Alaska.
1942 in nur 8 Monaten Bauzeit der bis dato unkartografierten Wildnis abgerungen erscheint uns der Highway heute eher unspektakulär (Fotos links).

Rechts und links Wald und hunderte von Kilometern voneinander entfernte Ortschaften lassen uns nur erahnen, wie es vor 76 Jahren hier aussah.
Direkt neben dem “Mile 0” Denkmal in der Stadtmitte von Dawson Creek konnten wir uns im Alaska Highway Haus ein Bild von den Strapazen, aber auch vom Stolz der Amerikaner machen, die Zitat “ohne Recht zu wissen, was wir tun” eine Verbindungsstraße zwischen den bereits existenten Flugzeugstützpunkten bauten.
Die rund 11.000 Mann kämpften mit der Natur, Matsch, Permafrost, den Rocky Mountains, Mosquitos, Isolation und zahlreichen Flüssen, die mit schwerem Gerät überquert werden mussten. Eine der damals konstruierten Brücken, die Kiskatinaw Bridge kurz hinter Dawson City an einem alten Teilstück des Alaska Highway gelegen, konnten wir mit dem Bus befahren. Ein Wahnsinnsbauwerk vor dem Hintergrund des Krieges und der damaligen Umstände.


President Roosevelt gab die Genehmigung zum Bau des Highway nach dem japanischen Angriff auf Pearl Harbour und einige Inseln vor Alaska.

Tatsächlich trat der worst case nie ein, aber die Fertigstellung des Alaska Highway war etwas, was Viele nicht und schon gar nicht in 8 Monaten Bauzeit für möglich gehalten hatten. Während 1942 für die Amerikaner kein gutes Kriegsjahr war, war die Fertigstellung etwas, was die Moral der ganzen Nation auf einen Schlag um Meilen anhob. “It wasn’t a picnic” und “the next step was organized chaos” stehen als Zitate von den Männern, die beim Bau mithalfen.

Sie heuerten an und wurden verantwortlich für z.B. die Wartung der Bulldozer, von denen sie vorher noch nie einen gesehen hatten. Viele von ihnen kamen aus Kalifornien und hatten noch nie mit 30-40 Grad Fahrenheit unter Null zu kämpfen gehabt, geschweige denn auf Permafrost-Boden eine Straße zu konstruieren. Dabei war der Frost an sich nicht das Problem, sondern dass dieser nach dem Abtragen der Vegetation auftaute und sofort eine metertiefe Schlammschicht bildete, durch die es kein Durchkommen mehr gab. Es kostete die Ingenieure 6 Wochen try and error Forschung, bis sie herausfanden, wie das Problem zu lösen war: Sofort nach dem Abtragen der obersten Bodenschicht wurde diese mit Baumstämmen gefällter und entasteter Bäume wieder bedeckt, um die Frostschicht vor dem Auftauen zu isolieren, bis sie wieder mit Erde bedeckt und begradigt werden konnte.

Ich denke, dieses Unterfangen war etwas für Macher wie Thorsten. Ich als Analytiker hätte auf jeden Fall 3 der verfügbaren 8 Monate zur Analyse gebraucht. Die Amerikaner haben einfach angefangen, ohne dass klar war, ob es je einen wirklich gangbaren Weg durch die Rockies geben würde. Auch etwas, von dem man lernen kann.

Heute Abend auf der Suche nach einem Übernachtungsplatz und dank der Hilfe von iOverlander sind wir vom heutigen auf den Old Alaska Highway abgezweigt, einem alten noch erhaltenen Teilstück. Zuerst noch gewartet, dann “at your own risk” und am Ende versehen mit Betonblöcken und Ausblick auf den Teil des ALCAN, den sich heute die Natur wieder zu eigen macht.

Be First to Comment

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *

* Checkbox GDPR is required

*

I agree

Cookie-Einstellung

Bitte treffen Sie eine Auswahl. Weitere Informationen zu den Auswirkungen Ihrer Auswahl finden Sie unter Hilfe.

Treffen Sie eine Auswahl um fortzufahren

Ihre Auswahl wurde gespeichert!

Hilfe

Hilfe

Um fortfahren zu können, müssen Sie eine Cookie-Auswahl treffen. Nachfolgend erhalten Sie eine Erläuterung der verschiedenen Optionen und ihrer Bedeutung.

  • Volle Funktionalität:
    Jedes Cookie wie z.B. Tracking- und Analytische-Cookies (Third-Party-Cookies)
  • Eingeschränkte Funktionalität:
    Nur Cookies von dieser Webseite (First-Party-Cookies)
  • Keine Kekse:
    Es werden keine Cookies gesetzt, es sei denn, es handelt sich um technisch notwendige Cookies.

Sie können Ihre Cookie-Einstellung jederzeit hier ändern: Impressum/Disclaimer/Datenschutz.

Zurück