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„Alltag“ mit Tücken

Wir haben den schönen Riding Mountain National Park verlassen und damit auch Manitoba.
Ein weiterer Provinzübertritt und eine weitere Stunde Zeitverschiebung (jetzt -8) erwarteten uns in Sasketchuan. Eigentlich beginnt die Mountain Time erst in Alberta, aber da Sasketchuan sich nicht an die Sommerzeit hält, haben wir bereits früher eine Stunde gewonnen. Die Landschaft hier unterscheidet sich nicht viel von der vorherigen Provinz – weite Ackerflächen mit den Resten von Weizen aus dem letzten Jahr. Beide Provinzen scheinen die Kornkammer Kanadas zu sein. Wir fragen uns, welche Rinderherden eigentlich das ganze Stroh fressen sollen, was da wohl anfällt. Es ist der schiere Wahnsinn. Die Ackergeräte haben Ausmaße wie wir sie in Deutschland nicht kennen und längst haben wir uns an die Staubverwirbelungen gewöhnt, die ganze Flächen bedecken, sobald ein Farmer hier anfängt den Boden umzugraben.

Wir beschäftigen uns währenddessen mit den Alltagsdingen, die auch auf Reisen anfallen:
In Yorkton war zum zweiten Mal auf unserer Reise Waschtag. Die Notwendigkeit ergibt sich aus 2 Gründen: Entweder wir haben keine Wäsche mehr (was dieses Mal nicht der Fall war, weil wir alle unsere Wintersachen in der Wäsche hatten und wir die Sommersachen bei über 20 Grad gut gebrauchen können) oder der Schrank zu den Töpfen geht nicht mehr auf, weil der davor hängende Wäschesack zu dick ist.
Wir also in die Wäscherei und im gegenüberliegenden Dairy Queen Geld gewechselt. Dann 2 Waschmaschinen gefüllt und 38 Minuten gewartet. Die eine Maschine kam auch zu einem guten Ende. Die andere verweigerte vor dem Schleudergang weitere Arbeiten mit der Meldung “Unbalanced”. Darüber hinaus ging auch die Tür nicht auf. Hmmmmm. Warten und überlegen. Das Management anrufen, ging aber keiner ans Telefon. OK, dann mit Gewalt die Tür zur Wäsche öffnen. Ging.
Im Ergebnis war unsere Wäsche allerdings batschenass und beim Herausholen haben wir den Platz davor mit Wasser geflutet, das noch in der Maschine gestanden hatte.
Trocknen hatte bei der Nässe keinen Sinn, daher war ein erneuter Waschgang angesagt (weitere 38 Minuten warten).
In der Zwischenzeit kam dann auch der Manager zum Geld entleeren. Scheint mir insgesamt sehr lukrativ, jedenfalls wurde der Eimer mit den Münzen schnell voll (3,50 CAD für eine Füllung).
Na, am Ende haben wir aber alles gewaschen bekommen und der Teppich wurde während der Weiterfahrt und der darauffolgenden Nacht auf einer Rest Area trocken.

Am nächsten Tag suchten wir eine Filiale der Scotia Bank auf, um Bargeld zu holen. Wir schoben unsere Kreditkarte ein, wählten Abheben vom Kreditkartenkonto aus, wählten den Betrag und der Automat sagte “Your cash is ready” und begann zu rattern. Kurz darauf verabschiedete er sich, ohne Geldausgabe, mit der Meldung, dass er “temporariliy not available” sei. Hmmmm. Wir riefen eine Bankangestellte um Hilfe, die nach diversen Rücksprachen aber nichts zu unserer Unterstützung beitragen konnte. Daraufhin riefen wir den 24h Kreditkartenservice an, der uns die Abbuchung bestätigte und Gott sei Dank auch das Storno, das der Automat wohl selbständig direkt hinterher ausgeführt hatte. Und wie das immer so ist, bei nicht nachvollziehbaren Fehlern: Als wir die Prozedur zusammen mit der Bankangestellten nochmals durchführten, klappte alles und wir bekamen unser Geld. Also alles wieder gut.

Gestern haben wir wieder Strecke gemacht und sind in die nächste Provinz, nach Alberta, in den Elk Island National Park gefahren. Sehr lustig sind die Meldungen unseres Navigationssystems, wenn es der Meinung ist, dass wir unbedingt eine Pause brauchen:

Den von ihr in “naher” Entfernung angekündigten Rastplatz erreichten wir dann auch kurz vor unserem eigentlichen Ziel. Im Nationalpark erwarteten uns gleich Prairiebisons, die in aller Ruhe an einem Tümpel ihren Durst stillten. An einer der Lehrtafeln hatten wir gelesen, dass dort wo Moskitos sind, auch die Bisons auf dem Gelände zu finden sind. Stimmt. Zum Abendessen wurden bereits einige von Ihnen an uns satt, bis wir überhaupt dazu kamen, ein Feuer zu entfachen. Dann aber wurde es ruhig und entspannt um uns.
Wir werden noch einen Tag hier bleiben, bis wir Richtung Jasper National Park aufbrechen. Es ist einfach zu schön, die zahlreichen Biber und Enten zu beobachten, die es hier im Park an jedem kleinen See zu Hauf gibt.

One Comment

  1. Jürg

    Komische Frage, aber: Fahrt ihr von Norden durch den Jasper und Banff NP? Und dann wieder zurück Richtung Alaska? Da wir anfangs Juli dann von Vancouver aus Alaska ansteuern, übrigens von der Nordspitze von Vancouver Island aus nach Prince Rupert und von dort Richtung Watson Lake, werden wir die beiden Parks, die wir vor ca. 25 Jahren mit dem Töff gefahren sind, ebenfalls von Jasper aus Richtung Calgary uns anschauen.
    Beim Waschen habe ich ähnliche Erfahrungen gemacht….
    Gruss Jürg

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