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Eine kleine Nachtmusik

Nach Verlassen des Killarney Provincial Parks am gestrigen Vormittag machten wir uns auf den Weg Richtung Sudbury und den Highway 17. Gegen Nachmittag bogen wir auf die 108 an den Elliot Lake ab. Und während Thorsten seine Angel auswarf, sonnte ich mich auf dem noch an Land vertäuten Sonnendeck. Der See war noch zu 75% zugefroren und wir sahen bei 14 Grad kleine schmelzende Eisschollen an uns vorüberziehen. Wir kochten (es gab Quinoa mit Hackfleisch und Zucchini) und stockten danach unsere Vorräte in einem der angrenzenden Supermärkte wieder auf.
Bei der nächtlichen Stellplatzsuche stellte sich wieder unsere “kleine Nachtmusik” ein, wie wir sie bereits von Niagara-on-the-Lake kannten. Anbei für Euch zum Mithören unsere Einschlafmelodie:

Heute Nacht begann es zu regnen und wir schliefen wie die Murmeltiere bis weit nach 11 Uhr. Keiner hatte so richtig Lust zum Aufstehen bis Thorsten sich erbarmte und einen starken Kaffee brühte. Was sich leicht anhört, ist bei uns eine 35-minütige Prozedur. Mit dem Petromaxx-Kaffeeperkolator kann man 12 Tassen Kaffee machen. Die Kanne ist für uns daher etwas überdimensioniert und auch wenn man weniger Wasser reinmacht, dauert es seine Zeit, bis das Wasser erhitzt das kleine Röhrchen 20 Zentimeter hochsteigt, über das Kaffeesieb läuft und den Kaffee aufbrüht. Mindestens 20 Minuten braucht es dann, sonst erhält man nur eine laue Brühe. Aber wir haben ja Zeit und kamen daher heute erst gegen 13 Uhr wieder auf die Straße.

Durch Zufall kamen wir gegen Abend an einem Campingplatz vorbei und beschlossen sofort da zu bleiben. Heiße Duschen und Strom, sowie ein wunderschöner Strand mit Sonnenuntergang. Was will man mehr?

Während draußen im Dunkeln unsere elektrischen Zahnbürsten mit dem Reisestecker aufgeladen werden, habe ich hier im Bus meinen Laser angeschlossen. Noch ohne Erfolg im Übrigen. Zwar haben wir einen 250 Euro teuren und 12 kg schweren Spannungswandler über Seabridge bezogen, aber irgendetwas (Ampere, Volt, Watt?) stimmt wohl nicht. Die Zahnbürsten wollten wir eigentlich mit unserem separaten 300 Watt Spannungswandler laden, der an 12 Volt angeschlossen werden kann. Geht aber auch nicht.
Vor der nächsten Reise werde ich mich mit dem Thema Elektrik auf jeden Fall intensiver auseinandersetzen müssen (oder wir kaufen batteriebetriebene Zahnbürsten wie unsere heutigen VW-Bus Campingnachbarn aus Minden).

Ganz andere und zwar echte Sorgen hat meine Familie zu Hause. Meine Mutter wurde am 23.04. ins Krankenhaus noteingewiesen und erhielt ein paar Tage später einen Herzschrittmacher. Leider lief bei der OP nicht alles glatt und es musste nachoperiert werden. Vorgestern dann erneute Notaufnahme wegen mehrerer Thrombenverschlüsse im Arm. Meine Schwester, die eigentlich am 23. April Ihren 65-ten Geburtstag feiern wollte, ist seitdem ununterbrochen bei Mama und kümmert sich um Alles. Und ihr Mann ist nicht bei ihr, weil er sich um meine Vögel kümmern muss, die bei meiner Schwester Unterschlupf gefunden haben.
@Schwesterherz: Du bist eine ganz, ganz Liebe. Danke für Deine Kraft und Fürsorge!

@Mama: Bleib stark, ich weiß, dass Du es bist und werde bald wieder ganz gesund!

2 Comments

  1. Heike Löwer

    Betreff: zahnpflege auf weltreisen im bus
    Wir haben gehört, man könne die zahnpflege – ähnlich wie beim thema urban gardening – unter verzicht auf jeden schädlichen elektrosmog und damit verbundene technikprobleme – schlicht “per hand“-bürste und zahnseide ( gibt’s schon ohne batterie ; ) ) betreiben.
    Gruß&kuss
    Mama&heike

  2. Heike Löwer

    @thorsten
    Deine angel-&kochkünste sind beeindruckend :))
    Da würde man gerne mitessen :))
    Gruß&kuss
    Heike

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