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Ein Tag in China

Toronto, die 5,8 Mio. Stadt empfing uns mit strahlendem Wetter und ohne Einfahrtsstau. Wir parkten direkt unterhalb des CN-Towers in Hafennähe.
Zuerst wollten wir eine Stadtbesichtigung mit einem der zahlreichen Hop-on-hop-off Busse machen, entschieden uns dann aber doch, unseren Füssen mal wieder ein wenig Laufen zu gönnen.
Toronto ist ganz anders als wir es erwartet haben. Eigentlich sogar kleinstädtisch mit Ausnahme der Hochhäuser, die zwischen den zahlreichen kleinen Restaurants, Läden und Souveniergeschäften aufwärts blitzten.
Ich entdeckte auf den Türmen bekannte Namen wie Oracle, KPMG, EY, Tata Consulting etc. Viele der Torontonier waren in Anzug und Kostüm unterwegs. Eine kurze Erinnerung an die Arbeit überkam mich und dann eine noch größere Freude, dass ich gerade in bequemen Freizeitklamotten und freier Zeitgestaltung in Urlaubsstimmung durch Toronto laufen kann.

Nach Besichtigung der architektonisch relevanten Bauten von Frank Gehry und Will Alsop begaben wir uns nach Chinatown.
Das war eine echte Erfahrung! Was man hier im Supermarkt erstehen kann, lässt keine Wünsche offen. Bei einigem frage ich mich noch heute, was genau das hätte gewesen sein können.

Bei einigem anderen, wie Hühner- und Schweinefüssen war es nicht zu übersehen. Neben frischem Obst und Gemüse gab es eine riesige Frischfleisch- und Fischauswahl. Alles direkt nebeneinander, auf Eiswürfeln gekühlt. Den Geruch wage ich hier nur anzudeuten.
Das hielt uns allerdings nicht davon ab, in einem der zahlreichen kleinen Imbissstuben ein leckeres Essen einzunehmen: Chinesische Nudelsuppe mit Rindfleisch und ein Reisgericht mit Barbecue-Schwein, Hähnchen und Meeresfrüchten. Äußerst lecker.

Nach 4 Stunden Erkundungstour genossen wir die Fahrt auf den CN-Tower, dem zurzeit drittgrößten Fernsehturm (wir rätseln noch, welches die beiden höchsten sind). Die Aussicht von der 345 Meter hohen Plattform auf die Millionenstadt Toronto war gigantisch.

Sehr aufsehenerregend fanden wir auch die Glasbodenplattform, auf der man stehend nach ganz unten sehen kann.
Der Turm schwankt bis zu 1 Meter im Wind, und der war auf der Außenplattform wirklich gigantisch. Wir konnten uns kaum auf den Beinen halten.
Des Laufens müde und ermattet kehrten wir gegen Abend zum Auto zurück.

Was dann kam, war allerdings noch ermüdender: Circa 1,5 h brauchten wir um im Stop and Go der Stadt zu entkommen. Wir wollten unbedingt im Gegensatz zur Nacht davor, die wir auf einem Walmart-Parkplatz neben der Autobahn verbracht hatten, ein ruhiges, stilles Übernachtungsplätzchen haben. Dafür mussten wir allerdings insgesamt 5 Stunden von Toronto wegfahren. Es war schon spät nachts, bis wir dank iOverlander-App ein Plätzchen vor einem geschlossenen Campingplatz fanden. Bei mir lagen die Nerven blank. Aber auch das bringt die Reise wohl ab und an mit sich.
Ab heute haben wir beschlossen, so gegen 18 Uhr einen Standplatz anzufahren um im Hellen gemütlich den Abend genießen zu können.
Was gestern bei der nächtlichen Suche allerdings toll war, ist dass wir mitten in eine Krötenwanderung geraten sind. Das Quaken war durch die geschlossenen Fensterscheiben laut zu hören. Wir hielten an und kurbelten die Fenster herunter, um das Hörspiel zu genießen. Richtig laut, Wahnsinn. Heute Morgen zum Frühstück schlich dann eine Schlange hinter unserem Bus die Straße entlang. Circa 1 Meter lang. Und es war keine Blindschleiche!
Heute Morgen berichtete uns ein Kanadier noch, dass in circa 2 Wochen die berühmt berüchtigten Black Flies schlüpfen, um sich bevorzugt auf Europäer zu stürzen. Wie konnten den Anfang davon bereits in der Weingegend rund um Niagara-on-the-Lake erahnen. Nach dem ersten warmen Frühlingstag kamen uns abends beim Autofahren Millionen Schwärme dieser kleinen Mücken entgegen. Es prasselte so auf die Autoscheibe, dass der Scheibenwischer von allein anging, weil der Sensor wohl dachte, es regnet…

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